Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gelungene Beispiele für modernes und soziales Wohnen in der Stadt ausgezeichnet

24.07.2002


Bei der Preisverleihung des Architektur-Wettbewerbs sternstadt würdigen stern und Schwäbisch Hall vorbildliche Projekte für neues urbanes Wohnen

Am Rande des 21. Architektur-Weltkongresses der Union Internationale des Architectes (UIA) in Berlin wurden heute am späten Nachmittag die Preise des mit 80.000 Euro dotierten Wohnlandschafts- und Städtebauwettbewerbs sternstadt vergeben. Beinahe einhundert Städte, Architekten und Planer hatten sich an dem vom stern und der Bausparkasse Schwäbisch Hall ausgelobten Wettbewerb beteiligt. Ziel des Wettbewerbs war es, zeitgemäße Lösungen für eine Wiederbelebung der Stadtkultur zu finden.

Die eingereichten Arbeiten gehen zurück auf eine Umfrage mit dem Titel "Wie wollen wir wohnen?", zu dem der stern und das Kundenmagazin von Schwäbisch Hall ihre Leser im April vergangenen Jahres aufriefen. Insgesamt 40.000 Teilnehmer lieferten teilweise überraschende Einblicke in die Wohnträume der Deutschen: So wünschen sich viele ihr Haus oder ihre Wohnung "citynah" und ein Leben in "aktiven Nachbarschaften". Das vermeintlich beliebte "Häuschen im Grünen" auf dem Land rangiert auf der Hitliste weit abgeschlagen.

Basierend auf diesen Erkenntnissen suchte der Wettbewerb sternstadt Lösungen, die Leitprojekte für vitale, soziale Quartiere und Stadtteilzentren sind und ihren Bewohnern wieder das Gefühl von Geborgenheit geben. Die Teilnehmer zeigten viele Wege auf, die zum Ziel führen. Allerdings können nach Ansicht von Dietmar Eberle, Architekt und Vorsitzender der sternstadt-Jury sowie Professor an der Universität Zürich, zahlreiche städtebauliche Initiativen nicht verwirklicht werden, weil die Kommunen die rechtlichen Mittel für ungewöhnliche Planungen zu oft ungenutzt ließen.

Dass es auch mutige und experimentierfreudige Kommunen gibt, beweisen die Sieger des sternstadt-Wettbewerbs: Den 1. Hauptpreis, dotiert mit 20.000 Euro, gewann das Projekt "Städtebaulicher Entwicklungsbereich Stuttgarter Straße / Französisches Viertel" in Tübingen. Mit dem 2. Hauptpreis in Höhe von 17.000 Euro wurde die Rehabilitation des "Physikerviertels" im thüringischen Leinefelde ausgezeichnet. Das "Quartier Chronos" in Hennef (Sieg) erhielt den 3. Hauptpreis (13.000 Euro). Ebenfalls geehrt wurden die Gewinner von zehn Fachpreisen, die in sechs Spezialkategorien verliehen wurden.

"Die Entwicklung in den deutschen Städten und Stadtrandgemeinden hat zu einer tiefgreifenden Unzufriedenheit der Bewohner mit ihren Lebensverhältnissen und ihrem Wohnumfeld geführt," sagte stern-Chefredakteur Andreas Petzold. "Die Mehrheit der Befragten wünscht sich anspruchsvoll renovierte und mit umweltgerechter Technik ausgestattete Wohnflächen in menschlich ansprechender und verkehrstechnisch ruhiger Umgebung. Diese Wünsche erfordern kreative Lösungen und bilden eine große Herausforderung für Architekten und Stadtplaner", so Petzold weiter.

Die Ergebnisse der sternstadt-Umfrage und die eingereichten Arbeiten machen deutlich, dass Wohnumfelder mit hoher Lebensqualität gefordert sind - versehen mit Plätzen der Begegnung und durch intelligente Lösungen weitgehend vom Pendelverkehr befreit. Wohnen, Freizeit und Arbeit sollen demnach in einem nahen Umfeld miteinander vereint werden. Darüber hinaus zeigt die Aktion sternstadt, dass die Rolle regionaler Bautraditionen mit ihren meist hohen Qualitätsmaßstäben in Zukunft wieder steigen wird. Zeitgemäßes und sozial verantwortungsvolles Bauen schließt außerdem den Einsatz modernster Kommunikationstechniken ein, die den Austausch der Anwohner intensivieren wird.

Mit den heute ausgezeichneten Projekten wurden die ersten Schritte in diese Richtung getan: "Gerade die mit den Hauptpreisen bedachten Projekte liefern Lösungen, die nicht nur zeitgemäß modern, sondern auch für den Durchschnittsverdiener erreichbar sind. Schließlich rangiert der Wunsch nach Wohneigentum bei der Mehrzahl der Deutschen an erster Stelle der Sparziele", betonte Schwäbisch Hall-Vorstandsvorsitzender Dr. Alexander Erdland.

sternstadt ist der dritte gemeinsame Wettbewerb von stern und Schwäbisch Hall. Bereits 1996 hatten beide Partner die Aktion "Wunschhäuser der Deutschen" entwickelt und zwei Jahre später das Projekt "Wohnen in der Stadt" initiiert, um Ideen und Lösungen für zeitgemäßes und familiengerechtes Wohnen aufzuzeigen. Der Jury gehörten mehrere namhafte Architekten, Soziologen, Publizisten sowie Vertreter der beiden Wettbewerbspartner an. Die Initiative wird vom Bund Deutscher Architekten, dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie von mehreren Wirtschaftsunternehmen unterstützt.

Die Wettbewerbsergebnisse werden bis einschließlich 26. Juli 2002 im Foyer des Internationalen Congress Centrums (ICC) in Berlin ausgestellt.

Frank Plümer | ots
Weitere Informationen:
http://www.stern.de/Presse

Weitere Berichte zu: Stadt Wohnen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht EU-Forschungsprojekt INNOVIP: Neue Technologien für langlebige und kostengünstige Vakuumdämmplatten
22.02.2017 | Bayerische Forschungsallianz GmbH

nachricht Modernes Architektenhaus mit landestypischen Design-Elementen
15.02.2017 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften