Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Festungsbauten - Wachgeküsst - Neues Leben hinter historischen Mauern

17.07.2008
Architektur-Diplomarbeiten zeigen wirtschaftliches und touristisches Potenzial der Kölner Festungsbauten

Welches Nutzungspotenzial die Kölner Festungsbauten haben, zeigen die Diplomarbeiten von 19 Architekturstudentinnen und -studenten der Fachhochschule Köln. Für eine denkmalverträgliche und wirtschaftliche Nutzung des Forts IV in Köln-Bocklemünd wurden unterschiedlichste Modelle entwickelt.

Die Konzepte reichen vom Wellness- oder Sporthotel, über ein Gründer- oder Kunstzentrum bis hin zu einem Science Center. Alle Ansätze könnten denkbare Optionen für die Zukunft sein. Darin stimmten der Kölner Kulturdezernent, Prof. Georg Quander, der Direktor des Römisch-Germanischen Museums, Prof. Dr. Hansgerd Hellenkemper, und die Stadtkonservatorin, Dr. Renate Kaymer nach der Präsentation der Diplom-Arbeiten überein.

"Die Abschlussarbeiten zeigen, wie moderne Denkmalpflege heute arbeitet. Die Entwürfe der Studentinnen und Studenten denken den Ort weiter. Sie haben das Alte mit modernen Materialien ergänzt," unterstreichen die betreuenden Professoren Dr. Norbert Schöndeling und Dr. Michael Werling vom Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege der Fachhochschule Köln. Die Arbeiten sind Teil eines umfangreichen Forschungsprojekts des Instituts im Auftrag des Römisch-Germanischen Museums und der Stadtkonservatorin. Im Rahmen des Projekts wird der äußere Festungsgürtel der Stadt Köln systematisch erfasst und dokumentiert. "Ich bin sehr glücklich über die Zusammenarbeit der Stadt mit der Fachhochschule Köln", betonte Kulturdezernent Quander. "Die Festungsanlagen sind ein einmaliger Schatz, den wir in der Stadt haben. Sie sind eindrucksvolle Bauwerke, für die es bislang keine angemessene Nutzung gibt."

Auch touristisch bergen die Festungsanlagen Potenzial: Die Stadt Köln hat 5500 Jahre Festungsgeschichte zu bieten - vom befestigten Dorf aus der Steinzeit aus dem Jahre 3500 v. Chr. bis hin zu den Festungsbauten des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Darauf wies der Direktor des Römisch-Germanischen Museums, Prof. Dr. Hansgerd Hellenkemper hin. "Wir haben wertvolle Anregungen bekommen, wie wir die Schätzchen aus ihrem Dornröschenschlaf wecken können und welche Nutzungschancen sie überhaupt bieten", betonte die Kölner Stadtkonservatorin, Dr. Renate Kaymer. Jetzt gelte es, das Gespräch mit Investorinnen und Investoren zu suchen, denn leer stehende Denkmäler schaffen langfristig größere Probleme als genutzte Denkmäler. "Schön wäre es", so die Stadtkonservatorin", "in den nächsten Jahren ein Pilotprojekt mit der Fachhochschule Köln auf den Weg zu bringen."

Ausgewählte Arbeiten werden im Herbst in Köln der Öffentlichkeit vorgestellt. Zuvor sind die Diplom-Arbeiten im Foyer der Architekturfakultät (Reitweg 1, 50679 Köln-Deutz) zu sehen. Geöffnet ist die Ausstellung "Erhaltung und Nutzung von Fort IV in Köln" bis 25. Juli 2008 montags bis freitags von 8.00 bis 20.00 Uhr. Am Dienstag, dem 22. Juli 2008, stehen Mitarbeiter des Instituts für Baugeschichte und Denkmalpflege in der Zeit von 14.00 bis 18.00 Uhr zur Erläuterung der Arbeiten zur Verfügung.

Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. 16.500 Studierende werden von rund 400 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Die zehn Fakultäten bieten mehr als 60 Studiengänge an - jeweils etwa die Hälfte aus den Ingenieurwissenschaften bzw. Geistes- und Gesellschaftswissenschaften: von Architektur über Maschinenbau, Design, Restaurierung, Informationswissenschaft, Sprachen und Soziale Arbeit bis hin zu Wirtschaftsrecht und Medieninformatik. Die Fachhochschule Köln ist eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und dem Internationalen Standard ISO 14001 geprüfte und zertifizierte umweltorientierte Einrichtung. Das Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege an der Fakultät für Architektur bearbeitet seit mehr als 20 Jahren im Rahmen der Drittmittelforschung Projekte aus den Bereichen Baugeschichte und Denkmalpflege und unterstützt damit vorwiegend die Denkmalbehörden der Städte und Gemeinden sowie des Landes. Das Aufgabenspektrum reicht von der computerunterstützten Gebäudevermessung bis hin zu Gutachten für die erhaltende Stadt- und Dorferneuerung. Alle Forschungsaktivitäten des Institutes sind eng verzahnt mit der Lehre.

Weitere Informationen:
Fachhochschule Köln
Fakultät für Architektur
Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege
Prof. Dr.-Ing. Norbert Schöndeling
Tel.: 0221/8275-2856; Fax: -2873
E-Mail: n.schoendeling@ar.fh-koeln.de
Kontakt für die Medien:
Fachhochschule Köln
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Petra Schmidt-Bentum
Tel.: 0221/8275 -3119, Fax: -3394
E-Mail: petra.schmidt-bentum@fh-koeln.de

Petra Schmidt-Bentum | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-koeln.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Modernes Architektenhaus mit landestypischen Design-Elementen
15.02.2017 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

nachricht Großprojekte: Auf den Start kommt es an - Projekt zur Optimierung komplexer Bauvorhaben gestartet
03.02.2017 | Technische Universität Braunschweig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Welt der keramischen Werkstoffe - 4. März 2017

20.02.2017 | Veranstaltungen

Schwerstverletzungen verstehen und heilen

20.02.2017 | Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovative Antikörper für die Tumortherapie

20.02.2017 | Medizin Gesundheit

Multikristalline Siliciumsolarzelle mit 21,9 % Wirkungsgrad – Weltrekord zurück am Fraunhofer ISE

20.02.2017 | Energie und Elektrotechnik

Wie Viren ihren Lebenszyklus mit begrenzten Mitteln effektiv sicherstellen

20.02.2017 | Biowissenschaften Chemie