Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Richtungsweisende Ergebnisse bei der Konferenz "Zuhause in der Stadt - Herausforderungen, Potenziale, Strategien"

20.06.2008
"Darmstädter Erklärung" zur Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik vorgestellt

Mehr als 400 Teilnehmer haben bei der Konferenz "Zuhause in der Stadt - Herausforderungen, Potenziale, Strategien" am 17. und 18. Juni 2008 in Darmstadt Strategien, Instrumente sowie konkrete Handlungsansätze zur Stärkung und Weiterentwicklung der Städte als attraktive Wohn- und Lebensräume erörtert und reflektiert. Die Konferenz wurde unter Federführung der Schader-Stiftung in Kooperation mit den für Stadtentwicklung und Wohnen maßgeblichen Verbänden und Organisationen durchgeführt und ist ein Projekt im Rahmen der Initiative für eine Nationale Stadtentwicklungspolitik des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Das große Interesse an der Konferenz bestätigt die gesamtgesellschaftliche Bedeutung einer bundesweiten integrierten Wohnungs- und Stadtentwicklung. Staatssekretär Dr. Engelbert Lütke Daldrup vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung betonte in seinem einleitenden Vortrag: "Unter dem Eindruck von demografischem Wandel und Klimaveränderung muss Stadtentwicklung neu gedacht werden. Mit der Städtebauförderung, der Nationalen Stadtentwicklungs- und einer offensiv verstandenen Baukulturpolitik denken, konzipieren und fördern wir die Stadtentwicklung von innen heraus."

Der Hamburger Städteplaner Professor Dr. Dieter Läpple betonte den globalen Blick auf die Städte: "Globalisierung und Informalisierung führten weltweit nicht zu einer Auflösung der Stadt, sondern zu einer Wiederentdeckung der Stadt als Wohn- und Arbeitsort. Die Städte werden multinational und multikulturell, die sozialen und räumlichen Spaltungen vertiefen sich. Stadtpolitik muss vor allem auf Integration und die Regenerationsfähigkeit städtischer Strukturen ausgerichtet werden".

Professor Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin, sagte zur Bedeutung der Bildung für die Entwicklung der Städte: "Keine Stadtteilpolitik kann ohne Bildungspolitik ihre volle Wirkung entfallen. Die Bildungsarmut ist sozialer Sprengstoff für Städte und Kommunen mit lang anhaltender Folge. Schulen müssen ihre Tür für die Kommunen, die Kommunen für die Schule öffnen."

"Die in dieser Form erstmalige Zusammenarbeit der Kooperationspartner manifestiert sich in der gemeinsam erarbeiteten 'Darmstädter Erklärung' und eröffnet einen dialogischen Prozess mit dem Ziel, die Städte zu stärken", erklärte Sabine Süß, Geschäftsführender Vorstand der Schader-Stiftung. "Die Verfasser der 'Darmstädter Erklärung' streben gemeinsame Lösungen für das Zusammenspiel der stadtgestaltenden Akteure aus Stadtentwicklung und Wirtschaft an, insbesondere der Wohnungsunternehmen und Hauseigentümer".

Sabine Süß zeigte sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Konferenz. "Ausgehend von den Themen der Konferenz , Wohnen, Arbeiten, Vielfalt in der Stadt' und 'Stadt im Klimawandel' wollen die Partner in den Handlungsfeldern Stadt- und Quartiersentwicklung Initiativen anstoßen sowie Projekte initiieren, auf den Weg bringen und begleiten".

Peter Lonitz | idw
Weitere Informationen:
http://www.schader-stifung.de
http://www.schader-stiftung.de/docs/darmstaedter_erklaerung_180608.pdf

Weitere Berichte zu: Schader-Stiftung Stadtentwicklung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Stadtplanung im Klimawandel: HafenCity Universität Hamburg entwickelt Empfehlungen
24.03.2017 | HafenCity Universität Hamburg

nachricht Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen
23.03.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise