Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Raumplaner und Rathausexperten brechen auf zur "Stadt 2030"

22.01.2001


Die besten Fußballspiele, weltmarktführende Technologiestandorte und modernste Infrastruktur für die Wissenselite Europas in einer einmaligen Freizeit- und Erholungslandschaft. Könnte sie so aussehen, die Zukunft des Ruhrgebietes? Unter der wissenschaftlichen Leitung der Fakultät Raumplanung der Universität Dortmund nehmen acht Städte des Reviers gemeinsam an einem bundesweiten Ideenwettbewerb für die "Stadt 2030" teil.

Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Bochum und Dortmund haben mit ihrer gemeinsamen Bewerbung schon einen außergewöhnlichen Schritt getan. Sie verstehen sich als Ballungsraum, der nur im Spannungsfeld zwischen Kooperation und Eigensinn entwickelt werden kann. Ziel ist es, eine stadtplanerische Vision für das Jahr 2030 zu entwerfen und daraus ein handlungsorientiertes gemeinsames Leitbild für die Kernstädte des Ruhrgebiets zu erarbeiten.
Bundesweit hatte das Ministerium für Bildung und Forschung Groß- und Kleinstädte eingeladen, modellhaft nach Lösungen für die Stadträume der Zukunft zu suchen. Aus den insgesamt 109 Bewerbungen wurden 21 Kommunen und Ballungsräume verschiedener Größenordnungen ausgewählt. Manche können in den nächsten Jahren mit Wachstum rechnen, andere mit abnehmenden Einwohnerzahlen. Perspektiven und Entwicklungschancen sind unterschiedlich gelagert. Das Ministerium erhofft ein entsprechend breites Spektrum an Lösungsansätzen für die Probleme der Identität, der Integration und der Regionalisierung in den urbanen Räumen der Zukunft.

Visionen für die Stadtlandschaft an der Ruhr
Ab Frühjahr 2001 beginnen die Städte mit der Vorbereitungsphase. Dazu wird eine Reihe von wissenschaftlich begleiteten Veranstaltungen geplant, um in einem partizipatorischen Prozess ein Leitbild für die Region zu entwickeln.
Einigkeit besteht unter den acht Städten darin, dass ein umfassendes Zukunftsbild im Ruhrgebiet nur im stadtregionalen Zusammenhang entwickelt werden kann. Dabei geht es darum, die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Potenziale des Ruhrgebiets bestmöglich zu entdecken und nutzbar zu machen, so Prof. Benjamin Davy, Dekan der Fakultät Raumplanung und Projektleiter.
Frei von gegenwärtigen Sachzwängen und tagespolitischen Bindungen werden die acht Städte und die Wissenschaftler der Fakultät Raumplanung dann ab Herbst 2001 über die Ziele einer wünschbaren Entwicklung gemeinsam mit den Akteuren der Region für das Kernruhrgebiet nachdenken.
Nähere Information:
Projektleitung Dekan Prof. Dr. jur. Benjamin Davy , Fakultät Raumplanung, Universität Dortmund, D-44221 Dortmund
Ruf: +(0231) 755 2284
Fax: +(0231) 755 2620
E-Mail: BDavy@rp.uni-dortmund.de

Klaus Commer |

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Ein Korsett für schwache Stützen aus Beton
12.10.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

nachricht Raumwunder im Hinterhof
12.10.2017 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise