Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie Energiekosten drastisch sinken

13.03.2008
Hausbauunternehmen entwickelt innovatives Heizsystem

Noch vor ein paar Jahren waren bei der Planung eines Eigenheimes vordergründig die Optik des Hauses und die Funktionalität des Grundrisses wichtig. Heute ist das anders, wie aktuelle Diskussionen bestätigen.



An erster Stelle steht meist der Wunsch nach einem innovativen und optimal auf die Bedürfnisse der Hausbewohner abgestimmten Energiesystem, das niedrigste Kosten und damit Unabhängigkeit garantiert.

So suchen Hersteller, wie das Allgäuer Holzhausunternehmen Baufritz in Zusammenarbeit mit Partnern nach neuartigen Systemen, um die Grenzen herkömmlicher Heiztechnik zu überwinden. Ein Beispiel dafür ist die Solarwärmepumpe, die das Unternehmen seinen Kunden seit kurzem empfiehlt. Sie verbindet die Vorteile der modernen Solartechnik und der Wärmepumpe auf ideale Weise und beseitigt deren „Schwachpunkte“.

So konnten zum Beispiel Solaranlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung bisher nur genutzt werden, wenn durch ausreichende Sonneneinstrahlung Wassertemperaturen größer 35° erzeugt wurden.

Bei der Solarwärmepumpe von Baufritz wird das System, bestehend aus Solaranlage, Wärmepumpe und Pufferspeicher, um einen “Niedertemperatur-Speicher“, dem so genannte „Energie-Eck“ ergänzt (siehe Grafik). Insgesamt benötigt die Anlage in Form eines Kompaktmoduls mit insgesamt ca. 1.300 Liter Speichervolumen nur 1,5 qm Stellfläche und ist damit äußerst platzsparend!

Bei diesem System kann die Solaranlage auch in Zeiten geringer Solarstrahlung effektiv arbeiten, da mit dem Energie-Eck ein Speicher für niedrige Temperaturen von 10 – 35° zur Verfügung steht. Der Solarertrag erhöht sich somit um bis zu 70 % und steigert deutlich die Wirtschaftlichkeit der Anlage.

Das solarbeladene Energie-Eck wiederum dient der Wärmepumpe als optimale Wärmequelle. Die Leistungszahl der Wärmepumpe steigt an, da das Temperaturniveau deutlich über den sonst vorhandenen Wärmequellen Erdreich oder Luft liegt. Die Wärmepumpe benötigt für ihre Arbeit wesentlich weniger Antriebsenergie, sprich Strom. Das heißt, das System führt zu einer deutlichen Ertragssteigerung der Solaranlage und gleichzeitig zu einer Erhöhung des Wärmepumpenwirkungsgrades.

Zudem wird durch die erweiterte Solarnutzung mit dem Energie-Eck die „normale“ Wärmequelle Erdreich deutlich entlastet und es stehen auch gegen Ende des Winters noch höhere Temperaturen zur Verfügung, als bei konventionellen Anlagen. Dieser Effekt macht sich ebenfalls im Stromverbrauch der Wärmepumpe positiv bemerkbar. Der für den Eigenheimbesitzer aber sicherlich bedeutendste Vorteil liegt in der erheblichen Reduzierung der Heizkosten, durch die Summe der vielen Detailoptimierungen.

Getestet hat das Unternehmen die Solarwärmepumpe im eigenen Musterhaus „Edition Rot“ in Erkheim/Allgäu. Zusätzlich werden über die kommenden Wintermonate ca. zwanzig Pilotanlagen – auch in Baufritz-Kundenhäuser - im Feldtest erprobt. Geplanter Serienstart ist im Frühjahr 2008.

Weitere Informationen über Baufritz unter www.baufritz-ir.de oder Tel.: 08336/900-0

Julia Albrecht | BAUFRITZ, seit 1896
Weitere Informationen:
http://www.baufritz.com/?dom=w_ir-de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit
18.01.2017 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“
17.01.2017 | EML European Media Laboratory GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde

23.01.2017 | Geowissenschaften

Immunabwehr ohne Kollateralschaden

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie