Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bauteilbeschreibungen im Bauträgervertrag - Empfehlungen zur Formulierung einer Baubeschreibung

22.04.2009
Forschungsbericht erarbeitet durch das Aachener Institut für Bauschadensforschung und angewandte Bauphysik gGmbH, Aachen.

Verfasser: Prof. Dr.-Ing. Rainer Oswald (Projektleiter), Dipl.-Ing. Ruth Abel, Dipl.-Ing. Ralf Spilker, Dipl.-Ing. Klaus Wilmes, Dipl.-Ing. Matthias Zöller; gefördert im Rahmen der Bauforschungsförderung des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung

Der Abschlussbericht steht ab sofort als kostenloser Download zur Verfügung!
Wohngebäude entstehen heute häufig durch Bauträger. Der zukünftige Eigentümer ist daher im Gegensatz zur traditionellen Bauwerkserrichtung nur noch sehr begrenzt oder gar nicht in die einzelnen Schritte der Errichtung des Gebäudes eingebunden. Er bestellt bzw. kauft eine meist - mit Ausnahme definierter Eigenleistungen - "schlüsselfertige" Immobilie.

Die vertraglich geschuldete Beschaffenheit solcher Objekte wird in der Regel durch eine Baubeschreibung und Pläne definiert, die Bestandteil des Bauträgervertrags sind. Die Baubeschreibung wird üblicherweise vom Bauträger erstellt.

Für die Abfassung einer Baubeschreibung für einen Bauträgervertrag gibt es keine Vorschriften oder Richtlinien. Daher werden Bauträgerobjekte sehr unterschiedlich detailliert und aussagekräftig beschrieben.

Häufig ist die Beschreibung der zu erstellenden Gebäude viel zu ungenau. Berechtigte Streitigkeiten über die vertraglich geschuldete Beschaffenheit sind die Folge. Bauleistungen sollten daher so genau beschrieben werden, dass die wesentlichen Eigenschaften für den potentiellen Erwerber transparent sind und auch einen Vergleich von Angeboten sinnvoll möglich wird.

Baubeschreibungen werden meist vor der Errichtung der Immobilie verfasst. Während des Realisierungsprozesses sind in der Regel zur Verbesserung der Praktikabilität, zur Rationalisierung, aufgrund von Lieferschwierigkeiten und aus vielfältigen anderen Gründen Änderungen an der genauen Ausführungsart üblich.

Solche in der Regel objektiv unwesentlichen Änderungen erzeugen erfahrungsgemäß ebenfalls unnötigen Streit, wenn in Baubeschreibungen übergenau selbst nebensächliche Details festgelegt werden. Baubeschreibungen sollten daher einen sinnvollen Spielraum für alternative Lösungen lassen.

Es war Aufgabe der vorliegenden Forschungsarbeit, Empfehlungen zum richtigen Detaillierungsgrad von Baubeschreibungen zu geben, die einen vernünftigen Zwischenweg zwischen zu ungenauen und übergenauen Formulierungen weisen.

Die Forschungsarbeit stellt eine Anleitung zur Erstellung von Baubeschreibungen dar. Der Anwender kann in Kommentaren nachlesen, zu welchen Merkmalen oder Bauteilen Angaben erforderlich bzw. nicht erforderlich sind. Darüber hinaus wird in Textbeispielen gezeigt, wie eine einfache Ausführung bzw. eine gehobene Ausführung des Bauteils beschrieben werden kann. Zur praxisnahen und übersichtlichen Orientierung wird die Bauteilbeschreibung in Tabellenform abgehandelt. Die Inhalte sind sowohl auf Ein- und Zweifamilienhäuser als auch auf Eigentumswohnungen in Mehrfamilienhäusern anzuwenden.

Die Arbeit richtet sich nicht nur an die Verfasser von Baubeschreibungen, sondern auch an interessierte Erwerber von Bauträgerobjekten, denen hiermit der bewertende Vergleich unterschiedlicher Baubeschreibungen erleichtert wird.

Die Forschungsarbeit wurde vorab im Rahmen eines Workshops mit Bauträgern, Planern, Baujuristen, Gewerken des Bauhandwerks und Vertretern der Verbraucherorganisationen diskutiert. Die Ergebnisse der Diskussion flossen in die Überarbeitung des vorliegenden Berichtes ein.

Der Abschlussbericht steht ab sofort als kostenloser Download zur Verfügung (www.aibau.de Veröffentlichungen/Forschungsberichte/Leitfäden).

weitere Informationen:
AIBau - Aachener Institut für Bauschadensforschung und angewandte
Bauphysik gGmbH
Theresienstr. 19, 52072 Aachen
Tel. 0241 / 91 05 07 - 0
klaus.wilmes@aibau.de
Bauforschungsförderung:
Guido Hagel
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Deichmanns Aue 31-37, 53179 Bonn
Tel. 0228 99 401 1482

Guido Hagel | idw
Weitere Informationen:
http://www.aibau.de
http://www.bbsr.bund.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Stadtplanung im Klimawandel: HafenCity Universität Hamburg entwickelt Empfehlungen
24.03.2017 | HafenCity Universität Hamburg

nachricht Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen
23.03.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise