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Baugenehmigungen für Wohnungen: Großstädte verzeichnen starkes Plus

08.04.2015

Die Baugenehmigungszahlen sind in den Großstädten im Jahr 2014 deutlich um 17 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dabei wird der Anstieg in den Großstädten durch die Dynamik im Geschosswohnungsbau getragen (+ 23 % gegenüber 2013). Besonders viele neue Wohnungen wurden in den Metropolen genehmigt, wie aus einer Analyse des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervorgeht.

Die BBSR-Wohnungsmarktexperten untersuchten die Entwicklung der Baugenehmigungen in den 107 kreisfreien Städten in Deutschland. Während die Genehmigungen in den stagnierenden und schrumpfenden Städten in 2014 um 10 % (1.700 Wohnungen) zulegten, verzeichneten die wachsenden Städte ein Plus von 18 % (13.000 Wohnungen).

Im Geschosswohnungsbau betrug hier der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr 22 %. Die Dynamik wird auch in der Zahl der Baugenehmigungen pro 10.000 Einwohner deutlich: In den Städten mit Bevölkerungszuwachs wurden 2014 über 50 Wohnungen je 10.000 Einwohner genehmigt, fünf Jahre zuvor waren es lediglich 25.

„Es ist ein gutes Zeichen, dass die Baugenehmigungszahlen gerade in den Städten mit angespannten Wohnungsmärkten deutlich stärker angezogen haben als an günstigeren Standorten. Wir sind auf einem guten Weg. Aber das reicht noch nicht. Wir brauchen mehr und vor allem bezahlbaren Wohnungsbau“, sagte BBSR-Direktor Harald Herrmann.

Besonders stark stiegen 2014 die Baugenehmigungszahlen in den sieben größten deutschen Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf. Dort stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen gegenüber dem Vorjahreswert noch einmal um fast ein Viertel auf 52.500 Wohnungen.

Der Anstieg wird im Wesentlichen durch den Boom im Geschosswohnungsbau getragen (+28,4 %). Die Dynamik umfasst mittlerweile mehrere Jahre: von 2009 bis 2014 betrug die jährliche Steigerungsrate in den Top-Seven-Städten knapp 19%, im Geschosswohnungsbau sogar 22 %. Jede fünfte Baugenehmigung in Deutschland (18,4 %) wurde 2014 in diesen Städten erteilt. Im Geschosswohnungsbau mehr als jede vierte (27,7 %).

„Ob die Marktanspannung in den wachstumsstarken Städten überwunden werden kann, wird sich auch darin zeigen, wie sich die Baugenehmigungszahlen am Ende in tatsächlichen Fertigstellungen niederschlagen. Die tatsächlichen Fertigstellungszahlen der wachstumsstarken Großstädte sind in den letzten Jahren nicht gleichermaßen gestiegen“, so BBSR-Direktor Herrmann.

Die Analyse ist auf der Website des BBSR unter http://www.bbsr.bund.de abrufbar.

Vollständige Analyse:
http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Home/Topthemen/baugenehmigungen_2014.html

Kontakt:

Christian Schlag
Stab Direktor
Tel. :+49 228 99401-1484 (mobil: +49 157 30430589)
christian.schlag@bbr.bund.de

Alexander Schürt
Referat II 11 – Wohnungs- und Immobilienmärkte
Telefon +49 228 99401-2239
alexander.schuert@bbr.bund.de

Folgen Sie dem BBSR auf Twitter: https://twitter.com/bbsr_bund


Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Es berät die Bundesregierung bei Aufgaben der Stadt- und Raumentwicklung sowie des Wohnungs-, Immobilien- und Bauwesens.

Christian Schlag | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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