Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Architekturstudenten entwickeln Chamäleon-Fassade

28.11.2013
Studierende der Fakultät Architektur der Westsächsischen Hochschule Zwickau haben ein intelligentes Fassadensystem entwickelt.

Die sogenannte Chamäleonwand passt ihre Lichtdurchlässigkeit und Farbintensität an die Umweltbedingungen an. Ausgestellt wird der Prototyp ab 6. Dezember in der BDA-Galerie in Berlin.


Die hinterleuchteten Module sorgen in der Nacht für eine besondere Atmosphäre
Foto: Marcus Kirschke

Im Rahmen eines Forschungsprojektes mit dem Schwerpunkt Kunststoff haben die Reichenbacher Architekturstudenten Oliver Lenk, Marcus Kirschke und Sören Burkhardt ein intelligentes Fassadensystem entwickelt, das eigenständig auf bestimmte Umwelteinflüsse reagiert. Je nach Temperatur verändert die Fassade die Lichtdurchlässigkeit und die Farbintensität.

„Als Gebäudefassade gedacht, würden nur die Teile verschattet, an denen Sonneneinstrahlung auftrifft. Teile, auf die die Sonne nicht direkt fällt, werden nicht verschattet, sodass Räumen dahinter nicht unnötig Licht verloren geht. Das macht auch energetisch Sinn“, erklärt Sören Burkhardt, der an der WHZ im Master-Studiengang Architektur studiert.

„Gestalterischer Aspekt ist, dass eine solche Fassade abhängig von Sonnenstand, Jahreszeit und Wetterlage sehr facettenreich die äußere Anmutung verändert und so mit dem Betrachter über die die Farbe kommuniziert“, berichtet Sören Burkhardt. Ein Gebäude, das eine solche intelligente Fassade besitzt, würde an heißen Sommertagen in starken Farben leuchten, während es an trüben Tagen oder im Winter in Pastelltönen oder ganz blass erscheint. Die Grundprinzipien haben sich die Studenten beim Chamäleon abgeschaut. Dessen Haut enthält kleine dehnbare Farbzellen. Diese kann das Chamäleon über sein Nervensystem ausdehnen und zusammenziehen. „Wir haben diese Farbzellen in ein vereinfachtes Modell übertragen, das die Grundlage des Fassadensystems bzw. Raumelements bildet“, sagt Sören Burkhardt.

Der Öffentlichkeit vorgestellt wird das Projekt im Rahmen der Ausstellungsreihe Labore in der Berliner Galerie des Bundes Deutscher Architekten (BDA). Dort wird ab 6. Dezember ein Prototyp der Chamäleonwand neben einigen anderen Exponaten der Reichenbacher Masterstudenten ausgestellt. Zur Eröffnungsveranstaltung der Ausstellung am 5. Dezember erläutern Prof. Frank Schüler, Professor für Baukonstruktion an der Westsächsischen Hochschule, sowie Dipl. Ing. Thoralf Krause, Leiter des Kunststoff-Zentrums (SKZ) Halle ihre Zusammenarbeit in Form einer experimentellen Kooperation zwischen Hochschule und Industrie. Im Anschluss kommen die WHZ-Studenten, Sören Burkhardt, Marcus Kirschke und Oliver Lenk, zu Wort. Die Masterstudenten des Studienganges Architektur geben Einblicke in ihre studentische Arbeitsmethodik rund um die Entwicklung des Exponates.

Weitere Informationen erteilt:
Prof. Dipl.-Ing. Architekt BDA Frank Schüler
Fachbereich Architektur
03765 - 552164
frank.schueler@fh-zwickau.de

Sascha Vogelsang | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-zwickau.de
http://www.fh-zwickau.de/architektur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Smarte Gebäude durch innovative Dächer und Fassaden
31.08.2017 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

nachricht Nachhaltiger Baustoff: Pilze als Dämmmaterial nutzen
30.08.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie