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Abschlussausstellung zum Forschungsprojekt „wohn-vision-2020“

26.07.2011
„Müll ist ein Designfehler“ – so lautete der Slogan des Forschungsprojekts „wohn-vision-2020“.

Darin zusammengeschlossen hatten sich für die Dauer von 26 Monaten Kreative, Hochschulen und Unternehmen unter Leitung des Instituts für Umweltschutz der TU Dortmund. Die Abschlussausstellung des Projekts fand in der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur statt.


Mit ihrer Lampe aus Fahrradfelgen gewann Miriam Engelkamp bereits den 2. Preis der Stadt Detmold.

Als größte Innenarchitekturhochschule Deutschlands war die Detmolder Schule aktiv an dem Projekt beteiligt.

Eine edle Lampe aus alten Fahrradfelgen, ein Raumvorhang aus Vinylschallplatten, eine Garderobe aus zersägten Zimmertüren – was sonst auf dem Müll landen würde, erblüht neu arrangiert und ästhetisch designt zu neuem Leben. Genau das macht das Forschungsprojekt „wohn-vision-2020“ aus.

Gefördert wurde es über 26 Monate hinweg von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), im Juli 2011 endete es. Das Projekt hatte zum Ziel, Visionen zu entwickeln für die Gesellschaft von morgen. Durch Recycling sollten Ressourcen geschont werden, sinnvolle Produkte entwickelt und Arbeit geschaffen werden. Recycling Design soll als Bestandteil der Ausbildung im Designstudium etabliert werden, hatte sich das Projekt auf die Fahnen geschrieben. Getreu diesem Credo bot Prof. Verena Wriedt an der Detmolder Schule in ihrem Lehrgebiet Möbel- und Produktentwicklung in den vergangenen Semestern regelmäßig Projekte zum Thema Nachhaltigkeit und Recycling an.

„Für die Ausstellung wurden Einrichtungsvisionen künftiger Wohnwelten für die Bereiche Wohnen, Schlafen, Arbeiten, Küche und Bad aus recycelten Materialien von Studierenden aller Projektpartner entwickelt und realisiert“, sagte Wriedt. Dafür wurden Möbel und Produkte bis hin zum Prototyp entwickelt. Berücksichtigt wurden neben der Verwendung gebrauchter Materialien auch die künftigen demografischen, ökologischen und ökonomischen Rahmenbedingungen. „Ziel war die Entwicklung von lebensbejahenden Wohnvisionen für das Jahr 2020, die auf der Verwendungen gebrauchter Rohstoffe beruhen und recycling-affine Zielgruppen im Fokus haben“, so Wriedt. „Jetzt fehlt nur noch der Schritt der Vermarktung.“

„Neben der Qualifizierung von Design-Studierenden stellen die Einbeziehung von Beschäftigungsgesellschaften mit der Qualifizierung benachteiligter Jugendlicher und langzeitarbeitsloser Menschen und die Kooperation mit kleinen und mittelständischen Unternehmen weitere wichtige Bausteine des Projekts dar“, sagte Verena Exner von der Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Die teilweise ausgezeichneten Produkte und Möbel (u.a. Recycling Designpreis) waren im Juli im Foyer der Detmolder Schule zu sehen. Gezeigt wurden 30 Arbeiten aus drei Semestern. Das Konzept für die Abschlussausstellung hatte die 22-jährige Studentin Caroline Fallnich im Rahmen ihrer Bachelor-Thesis entwickelt und realisiert.

Mit folgenden Preisen wurden Detmolder Teilnehmer des Projekts bislang ausgezeichnet:

Preis der Stadt Detmold 2011: 2. Preis (750 Euro), „Cycle“, Entwurf und Prototyp einer Recycling-Leuchte, Miriam Engelkamp, Detmolder Schule „Wettbewerb für nachhaltige Möbel der Zukunft 2011“, UNEP/Wuppertal Institute Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production: 1. Preis (400 Euro), „fiet“, flexibles Möbelmodul, Belinda Bergener und „Piet + Piepe“, Sitzmöbel aus Bettlatten, Nina Kreitsmann, Detmolder Schule

Das Forschungsprojekt im Fernsehen:

Der Fernsehsender n-tv sendete im Januar 2011 einen Beitrag über den Stand des Forschungsprojekts auf der Möbelmesse „imm cologne 2011“, der von Studierenden der Detmolder Schule unter Leitung der Professoren Frank Nickerl und Verena Wriedt konzipiert und realisiert wurde. Zu sehen ist der Film unter http://www.hsowl. de/fb1/aktuelles/funk-und-fernsehen-archiv.html

Weitere Informationen: http://www.oekopro.de/wohn-vision-2020/

Folgende Partner sind seit 2009 am Projekt „wohn-vision 2020“ beteiligt:

Technische Universität Dortmund, Institut für Umweltforschung (INFU)
Möbel & Mehr Hagen (Werkhof, Hagen gGmbH)
Möbel & Mehr Iserlohn Werkhof Hagen gGmbH)
RecyclingBörse! Herford
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur, Hochschule OWL
Akademie Gestaltung im Handwerk Münster
Kunsthochschule Kassel, Industriedesign
ecomoebel GmbH, Dortmund
ECOVIS, Berlin
Museum MARTa Herford gGmbH
Handwerksbetriebe
Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen, Schüler (m/w)
Heide Teschner, M.A.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon +49 5231 769 -673 (Mo-Do, 9-14 Uhr)
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Emilienstr. 45, 32756 Detmold
www.hs-owl.de/fb1

Heide Teschner | HS Ostwestfalen-Lippe
Weitere Informationen:
http://www.hs-owl.de/fb1

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