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Mit 7,2 Prozent an Rückstandshöchstgehaltsüberschreitungen ist die Belastung mit Pflanzenschutzmittelrückständen bei Erzeugnissen aus Drittländern nach wie vor am höchsten. Der Trend ist allerdings positiv.
Seit dem Jahr 2008, als noch bei 9,1 Prozent der Proben die Höchstgehalte überschritten wurden, hat diese Quote jedes Jahr kontinuierlich abgenommen. Das ist ein Ergebnis der Untersuchungen auf Pflanzenschutzmittelrückstände aller Bundesländer für das Jahr 2011, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) heute im Bericht zur „Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln 2011“ veröffentlicht hat.
Bei Erzeugnissen deutscher Herkunft wurde 2011 in 1,4 Prozent der Fälle eine Überschreitung des geltenden Rückstandshöchstgehaltes festgestellt. Die Rückstandssituation ist damit nach wie vor als niedrig und positiv zu werten, auch wenn sich die Überschreitungsquote im Vergleich zum Vorjahr, in dem sie bei 1,0 Prozent lag, leicht negativ entwickelt hat. Bei Lebensmitteln aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) blieb die Überschreitungsquote auf dem niedrigen Niveau der Vorjahre von 1,5 Prozent.
„Es zeigt sich, dass auch die Hersteller in den Drittländern daran arbeiten, dass gute Niveau der europäischen Erzeugnisse zu erreichen“, erklärte der Präsident des BVL, Dr. Helmut Tschiersky-Schöneburg. „Umso wichtiger ist es aber auch, die Lebensmittelsicherheit in den Herkunftsländern zu stärken.“ Das BVL unterstützt verschiedene Drittstaaten beim Aufbau von Lebensmittelsicherheitsbehören, darunter China und Marokko.
Säuglingsnahrung
Besonders bemerkenswert ist, dass 96,0 Prozent (2010: 82,6 Prozent) der untersuchten Proben von Säuglings- und Kleinkindernahrung keine quantifizierbaren Rückstände von Pflanzenschutzmitteln aufwiesen. Nur in 4,0 Prozent der Proben wurden Rückstände nachgewiesen. Diese lagen alle im Spurenbereich; keine Probe wies Rückstände über dem Rückstandshöchstgehalt auf. Dieses Ergebnis zeigt das hohe Qualitätsniveau bezüglich Pflanzenschutzmittelrückständen in Nahrungsmitteln für Säuglinge und Kleinkinder.
Biolebensmittel
Auch in Biolebensmitteln hat sich der Anteil an Proben ohne quantitativ nachweisbare / quantifizierbare Rückstände im Vergleich zum Vorjahre leicht um 2,3 Prozentpunkte auf 82,2 Prozent verbessert. Negativ fiel im Jahr 2011 die Quote von 0,8 Prozent der Rückstandshöchstgehaltsüberschreitungen auf (2010: 0,2%). Der Anstieg ist jedoch vornehmlich auf ein Produkt „getrocknete Linsen“ zurückzuführen. Die Ursache konnte hier schnell gefunden werden, so dass geeignete Maßnahmen eingeleitet wurden.
Insgesamt haben im Jahr 2011 die Untersuchungseinrichtungen der amtlichen Lebensmittel- und Veterinärüberwachung der Bundesländer 17.157 Proben von Lebensmitteln pflanzlichen und tierischen Ursprungs sowie von Säuglings- und Kleinkindernahrung auf das Vorhandensein von Pflanzenschutzmittelrückständen untersucht. Dabei wurden mehr als 5,4 Millionen einzelne Analysenergebnisse zu 856 verschiedenen Wirkstoffen ermittelt. Im Durchschnitt wurde jede Probe auf 316 Wirkstoffe untersucht.
Weitere Hintergrundinformationen finden Sie unter:
http://www.bvl.bund.de/HInbpsm2011
Den aktuellen Bericht zur „Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln 2011“ einschließlich der entsprechenden Tabellen finden Sie unter: http://www.bvl.bund.de/nbpsm2011
Die Berichte zur „Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände“ einschließlich der entsprechenden Tabellen der Vorjahre finden Sie unter:
http://www.bvl.bund.de/nbpsm_archiv
Nina Banspach | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.bvl.bund.de/HInbpsm2011
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Konkret sperrte ...
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