Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

MRSA in Schweinebeständen - Ökologische Betriebe deutlich seltener betroffen

25.01.2012
Infektionen durch La-MRSA (Methicilin resistente Staphylococcus aureus) wurden in den vergangenen Jahren immer häufiger in Schweinebeständen nachgewiesen, auch wenn keine Krankheitssymptome zu erkennen sind.

Anzeige

Um den Status der MRSA-Verbreitung in Schweine haltenden Betrieben zu prüfen, hat das Bundeslandwirtschaftsministerium im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) eine Studie auf 42 ökologischen und 88 konventionellen Betrieben durchführen lassen.


Als Nachweis für die Erreger machten die Forscher Nasenabstriche bei einzelnen Tieren und entnahmen zusätzlich Staubproben aus den Ställen. Die Auswertung ergab, dass La-MRSA-Stämme in konventionellen Betrieben deutlich stärker verbreitet sind. 92 Prozent aller untersuchten Nasenabstriche waren hier La-MRSA-positiv, während in den ökologischen Beständen nur jedes vierte Tier diesen Bakterienstamm aufwies.

Die Ergebnisse der Staubproben bestätigten dieses Verhältnis. Die Forscher vermuten, dass die Verbreitung von La-MRSA vor allem durch den Zukauf von Ferkeln und Jungsauen aus der konventionellen Haltung begünstigt wird. Die in den meisten Biobetrieben vorherrschende Haltung im geschlossenen System scheint eine eindämmende Wirkung zu haben.

Auch die im Vergleich zu Biobetrieben großen Bestände und hohen Belegdichten im konventionellen Bereich scheinen die Ausbreitung der Erreger zu begünstigen. Um einer Verbreitung vorzubeugen, empfehlen die Wissenschaftler allen Schweinehaltern, auf eine optimale Stallhygiene zu achten und beim Zukauf von Tieren regelmäßig den MRSA-Status per Nasenabstrich prüfen zu lassen.

Weitere Informationen: http://orgprints.org/20112

Jürgen Beckhoff | Quelle: www.aid.de
Weitere Informationen: www.aid.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Frühe Blüte bei lädierter biologischer Uhr
16.05.2012 | Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung

nachricht Bt-Mais stört Symbiose mit Mykorrhiza
16.05.2012 | Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Krebsen auf den Zahn gefühlt


Australische Flusskrebse besitzen einen Zahnschmelz, der dem menschlichen sehr ähnelt

Manche besonders gelungenen Entwicklungen kopiert die Natur bei sich selbst. So hat ein Team aus Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam und der Ben-Gurion Universität im israelischen Beer-Sheva herausgefunden, dass die Zähne des australischen Flusskrebses Cherax quadricarinatus mit einem Schmelz überzogen sind, der dem Zahnschmelz von Wirbeltieren ...

Im Focus: Lebende Fossilien der Hirnentwicklung


Göttinger Wissenschaftler rekonstruieren einen radikalen Umbau in der Evolution des Gehirns

Die Hirnarchitektur der Maus hat sich im Laufe ihrer Evolution möglicherweise kaum verändert. Wie bei den winzigen Urahnen der heutigen Säugetiere, die vor etwa 80 Millionen Jahren lebten, sind auch bei der Maus Nervenzellen in der Sehrinde in einem kleinen Hirnbereich zusammengedrängt.

Bei der Evolution größerer Gehirne ist es zu ...

Im Focus: Frühe Blüte bei lädierter biologischer Uhr


Gerste hat sich durch eine Veränderung der inneren Uhr an nördliche Anbaugebiete mit kurzen Sommern angepasst

Eine in Skandinavien verwendete Sommergerste hat Wissenschaftlern vom Max Planck Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln vom John Innes Centre in Norwich zufolge zwar eine ramponierte innere Uhr, ist aber trotzdem sehr ertragreich. Ihr Trick: Sie dämpft die biologische Zeitmessung durch eine Mutation und kann dadurch auch bei kurzem Tageslicht einen ...

Im Focus: Neue Details der Genregulation aufgeklärt


Der Transkriptionsfaktor P-TEFb reguliert RNA-Polymerase nach einem unerwarteten Muster

Wird genetische Information von der Erbsubstanz DNA abgelesen, übersetzt die RNA-Polymerase II sie in RNA-Moleküle. Ein wichtiger Bereich des Polymerase-Moleküls ist die C-terminale Domäne, kurz CTD. Sie übermittelt der Polymerase Informationen darüber, wie der genetische Code abgeschrieben und weiter verarbeitet werden soll. Dazu heftet das Enzym P-TEFb molekulare Botschaften in ...

Im Focus: Futter für das Schwarze Loch


Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Gerd Weigelt vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn berichtet über die Erforschung eines aktiven Galaxienkerns.

Nahinfrarot-Interferometrie ermöglichte es dem Team, eine ring-förmige Ansammlung von Staub, einen sogenannten "Staubtorus", in der inneren Region des Kerns der Galaxie NGC 3783 aufzulösen. Mit dieser Messtechnik erreicht man eine Winkelauflösung, die so gut ist wie die Auflösung eines Riesenteleskops mit 130 Metern Spiegeldurchmesser. Der aufgelöste Staubtorus bildet wahrscheinlich das ...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Downsizing erhöht Marktdurchdringung von Ottomotoren

16.05.2012 | Studien Analysen

Krebsen auf den Zahn gefühlt

16.05.2012 | Materialwissenschaften

New 'metamaterial' practical for optical advances

16.05.2012 | Materialwissenschaften

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

Mikrotechnik trifft Medizin – auf der 9. MST-Regionalkonferenz NRW in Dortmund

16.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Soziale Kettenreaktionen und ihre digitale Spuren

16.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Die Ausbreitung von Stress

16.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp