Anzeige
Seine Vision: Hochhäuser, in denen Pflanzen unabhängig von Boden und Sonne in Etagen produziert werden. Verschiedene Medien berichteten zuletzt positiv bis euphorisch über die Idee zum Platz sparenden Anbau. Eine chinesische Anlage ist bereits in Planung. Auch deutsche Wissenschaftler der Universität Hohenheim forschen auf diesem Gebiet, um die technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich beispielsweise die Reisernte pro Fläche vervielfachen lässt.
Jeweils ein Reissämling wird dazu in ein Transportband eingelegt und innerhalb von 120 Tagen durch das gesamte Gebäude gezogen. Die Wurzeln werden dabei
im Sekundentakt mit der optimalen Nährstofflösung besprüht, sodass Wasser und Nährstoffe in geschlossenen Kreisläufen kaum verloren gehen, so die Hohenheimer. Zudem hätten Krankheiten und Schädlinge unter den kontrollierten Bedingungen kaum Möglichkeiten, sich zu etablieren.
Auch der Ausstoß des klimaschädlichen Methan, das durch die anaeroben Bedingungen unter Wasser entsteht, würde so fast unterbunden. Laut Professor Dr. Joachim Sauerborn vom Fachbereich Agrarökologie der Tropen und Subtropen drängt es sich förmlich auf, die Anbauform für Reis zu überdenken. Ein von der Jahreszeit unabhängiges Gewächshaus mit einem Hektar Anbaufläche auf 20 Etagen könne den Ertrag verhundertfachen. In den USA stellen kritische Stimmen vor allem die Energieversorgung des neuen Konzeptes infrage. Das geniale Prinzip der Natur, durch Photosynthese mit Hilfe von Sonnenenergie organische Substanz zu erzeugen, werde auf diese Weise ausgeschaltet.
Anders als in Dachgärten würde die Produktion in Hochhausetagen vom natürlichen Sonnenlicht fast abgekoppelt. Demnach steige der Input an fossiler Energie in Form von Elektrizität in die Nahrungsmittelerzeugung erheblich. Wenn erneuerbare Energien dort genutzt werden sollen, müsste ihre Erzeugung um das 400 fache erhöht werden. Die Hohenheimer Forscher sind hingegen davon überzeugt, dass "Skyfarming" eine zukunftsweisende Technologie ist, die in 10 bis 15 Jahren erfolgreich angewendet werden könne. Man müsse aber noch eine Menge Forschungsarbeit investieren, um damit einen substanziellen Beitrag zur Welternährung und zum Klimaschutz zu leisten.
Friederike Eversheim | Quelle: www.aid.de
Weitere Informationen: www.aid.de
Weitere Berichte zu: Agrarökologie > Energieversorgung > Klimaschutz > Methan > Pflanzenproduktion > Photosynthese > Skyfarming > Utopie > Welternährung
Zurück in die Steppe - Hochleistungsgräser für Pferde nicht immer geeignet
08.02.2012 | Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e.V.
Genomanalysen machen Zuchterfolge vorhersehbar
08.02.2012 | Pflanzenforschung.de
Erstmals gezeigt, dass Atomkerne transparent werden
Einem Team von DESY-Wissenschaftlern um Dr. Ralf Röhlsberger gelang es an der hochbrillanten Synchrotronlichtquelle PETRA III, Atomkerne mit Hilfe von Röntgenlicht transparent zu machen. Sie entdeckten dabei gleichzeitig ein neues Prinzip, um einen optisch gesteuerten Schalter für Licht herzustellen, also Licht mit Licht zu beeinflussen, ein wichtiger Baustein auf dem ...
Wissenschaftler beobachten, wie Oxytocin zentrale Schaltstellen im Gehirn erreicht und das Verhalten beeinflusst
Kuschelhormon, Treuehormon, Angstlöser – häufig gebrauchte Schlagwörter für das Neuropeptid Oxytocin, das sich in den letzten Jahren als ein Stoff erwiesen hat, der unser Verhalten in zentralen Regionen des Gehirns positiv beeinflussen kann. Was jedoch bisher völlig unklar war: Wie gelangt dieser Botenstoff aus dem Hypothalamus in die Hirnbereiche, die ...
Ein neuartiger Biopolymer-Film aus Lachs-DNA mit Silber-Nanopartikeln speichert Informationen kostengünstig und umweltverträglich.
Entstanden ist das organische System in fächer- und länderübergreifender Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des DFG-Centers for Functional Nanostructures (CFN) am KIT und des Institute of Photonics Technologies an der National Tsing Hua University in Taiwan. Der DNA-Datenspeicher eignet sich unter anderem für biotechnische Anwendungen, etwa als Bauteil in Biosensoren.
Das System ...
Bildveröffentlichung der Europäischen Südsternwarte (Garching) - Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben das bislang detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels aufgenommen. Es zeigt vor dem spektakulären Hintergrund einer himmlischen Landschaft auf Gas, Staub und jungen Sterne zahlreiche nie gesehene Details und zählt zu den atemberaubendsten VLT-Bildern überhaupt.
Im Herzen der südlichen Milchstraße, im Sternbild Carina (Der Schiffskiel, [1]), befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren die Sternkinderstube des Carinanebels. Diese ausgedehnte Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist von der Erde aus gesehen eine der nächstgelegenen Geburtsstätten massereicher Sterne.
Der Nebel beinhaltet einige der hellsten und ...
Auf der embedded world identifizieren Wissenschaftler der Fraunhofer ESK Lücken im Funkspektrum, um diese für zusätzliche Übertragungen zu nutzen.
Der in Halle 5, Stand 5-228, vorgestellte Prototyp zeigt das Funkspektrum in einem 3D-Spektrogramm, markiert die prognostizierten Lücken und prüft deren Eintreffen. Diese Methode, Cognitive Radio, verbessert die Übertragungsqualität in einem bereits vollen Funkspektrum ohne aufwändiges, statisches Koexistenzmanagement. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Funk für die Automatisierung.
...
Anzeige
Anzeige

Kaltwasserkorallen als Anpassungskünstler?
09.02.2012 | Ökologie Umwelt- Naturschutz
Wandel der Hochschulbildung in Deutschland und Professionalisierung
09.02.2012 | Studien Analysen
Ocean warming causes elephant seals to dive deeper
09.02.2012 | Biowissenschaften Chemie
7. Mannheimer Arbeitsrechtstag am 14. März mit Experten aus Theorie und Praxis
09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
International Forum on Terahertz Spectroscopy and Imaging
09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Teams aus neun Ländern treffen sich an der Leibniz Universität zum 6th Hanover PreMoot
09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten