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Auf die Erde bezogen bedeutet das, dass zunehmend Agrarland für immer verloren geht, das für die globale Nahrungsmittelproduktion eigentlich unabkömmlich ist. Bei Computern gibt es die Möglichkeit, eine neue Festplatte anzuschaffen oder aber die vorhandene zu komprimieren.
Das gleiche Prinzip liegt der Idee der Flächenfonds zugrunde, die von der Landsiedlung GmbH in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen ins Leben gerufen wurde. Genau wie bei der Festplattenkomprimierung werden durch den Fonds vorhandene "Lücken" identifiziert und nutzbar gemacht, bevor neues Land unter den Radlader gelangt, um ein weiteres Wohn- oder Gewerbegebiet auf der grünen Wiese zu errichten.
Jeden Tag gehen in Deutschland über 100 Hektar für Siedlung und Infrastruktur verloren. Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) bewertet die Initiative als geniale Idee und fordert eine bessere Ausnutzung vorhandener Siedlungsflächen statt Neubau. Es sollen vor allem innerörtliche Baupotenziale - wie zum Beispiel Baulücken und Brachen erschlossen und vorhandene Gebäude umgenutzt werden.
Zumindest der zukünftige Wohnraumbedarf ließe sich in vielen Gemeinden auf diese Weise decken, betont der Vorsitzende des LNV, Reiner Ehret. Die Experten erhoffen sich von der Idee des Flächenfonds eine gewisse Katalysatorwirkung, da er Anstöße liefern könnte, um Angebot und Nachfrage nach Nutzflächen zusammenzubringen.
Das Modellprojekt "Flächenfonds für Innenentwicklung" funktioniert so: Der Fonds kauft und verkauft innerörtliche Baulücken und Brachflächen. Den Eigentümern von Flächen werden im Gegenzug Grundstücke oder Optionen auf Flächen zum Tausch angeboten. Zudem werden Kontakte zwischen Kaufinteressenten hergestellt. Bauprojekte können auf diese Weise innerorts umgesetzt werden. Neben dem Ziel, die Ortskerne der Gemeinden zu stärken, werden so auch der Flächenverbrauch im Außenbereich vermindert sowie Natur und Umwelt geschont. Denn während eine neue Computer-Festpatte eine Frage des Preises ist, gibt es bei Agrarflächen keine Zukaufmöglichkeiten auf dem Nachbarplaneten, wenn hierzulande alles verbaut ist.
Friederike Heidenhof | Quelle: www.aid.de
Weitere Informationen: www.aid.de
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