Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens     3M    n-tv
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Erste Flächenmanagementagentur Österreichs gegründet

15.11.2012
Kommunen schließen sich in der Region Voitsberg (Steiermark) für ein gemeinsames Flächenmanagement zusammen – Gründung im Rahmen des CE-Projekt „Circular Flow Land Use Management (CircUse)“

Anzeige

Am 8. November 2012 fand auf dem Energieschiff Mochart in Köflach (Steiermark/Österreich) die Auftaktveranstaltung für die erste österreichische Flächenmanagementagentur statt.


Die Gründung einer Flächenmanagementagentur ist Ergebnis des im Rahmen des EU-Projekts „Circular Flow Land Use Management“ durchgeführten Workshops „Zukünftige Landnutzung in der Region Voitsberg“, an dem 2011 verschiedene regionale Akteure teilnahmen. Die gemeinsame Flächenmanagementagentur umfasst den Kernraum Voitsberg, bestehend aus den Gemeinden Bärnbach, Köflach, Maria Lankowitz, Rosental an der Kainach und Voitsberg.

Verschiedene Aspekte des Flächenmanagements standen im Zentrum der Auftaktveranstaltung mit Fachvorträgen, einer Podiumsdiskussion und einem Workshop. Vorgestellt wurden die Ziele des Flächenmanagements im Bundesland Steiermark, die Herausforderungen in der Kernregion Voitsberg sowie Struktur und Aufgaben der neuen Flächenmanagementagentur. Auf einer Podiumsdiskussion zum Thema „Flächenmanagement – Handlungsbedarf – Herausforderungen“ wurden verschiedene Positionen ausgetauscht, wobei sich die Teilnehmenden für eine deutliche Reduzierung des Flächenverbrauchs aussprachen.

In dem Workshop „Flächeninnovation“ wurden Themen wie demografischer Wandel, Partizipation, die Rolle wichtiger öffentlicher und privater Akteure sowie Fragen der nachhaltigen Gemeindeentwicklung bearbeitet. An der Veranstaltung nahmen 70 Personen aus ganz Österreich teil, wobei mit Karl Petinger auch ein Mitglied der Landesregierung Steiermark vertreten war. Durchgeführt wurde die Veranstaltung im Rahmen des CircUse-Projekts unter Beteiligung des österreichischen Umweltbundesamts, der Telepark Bärnbach Errichtungs- und Betriebsgesellschaft mbH und der Gemeinden des Kernraums Voitsberg.

Ziel der Flächenmanagementagentur ist es, im Kernraum mit den fünf Gemeinden eine möglichst nachhaltige und umweltverträgliche Nutzung von Brachflächen, d.h. ehemaligen Industrie- und Gewerbeflächen sowie Bergbauflächen im Sinne der Flächenkreislaufwirtschaft zu unterstützen. Hierbei soll Flächenkreislaufwirtschaft als zentrale Strategie vorrangig und systematisch darauf abzielen, die Potenziale im Flächenbestand u.a. auf Brachflächen wieder zu nutzen. Die Gemeinden liegen in der LEADER-Region „Lipizzanerheimat“, in der der stillgelegte Braunkohlebergbau sowie geschlossene Ziegel- und Glasfabriken zahlreiche Flächen und Betriebsgebäude hinterließen, die nicht mehr oder nur geringfügig genutzt werden. Dazu kommen noch kleinere Produktionsbetriebe sowie ehemalige Werkssiedlungen, die nicht mehr in Betrieb sind und deren Flächen bzw. Gebäude anderwärtig genutzt werden sollen. Diese Brachflächen und Liegenschaften sollen auch unter der Prämisse des in den letzten Jahren neu entwickelten regionalen Leitbilds „Lipizzanerheimat“ im Bereich der Energieerzeugung eine neue Nutzung finden.

Grundsätzlich soll die Agentur nach einer Anlaufphase – diese ist über das EU-Projekt finanziert – die erforderlichen finanziellen Mittel überwiegend selbst erwirtschaften. Für die Anlaufphase basiert die Finanzierung für die ersten Jahre schwerpunktmäßig zudem auf einem Gemeindezuschuss. Als Gesellschafter fungieren die Gemeinden Bärnbach, Köflach, Maria Lankowitz, Rosental an der Kainach und Voitsberg.

Das Projekt wird im Rahmen des CENTRAL EUROPE-Programms umgesetzt und durch EFRE-Mittel kofinanziert. Gefördert durch das Central Europe-Programm zur Europäischen Territorialen Zusammenarbeit.

Weitere Informationen im Netz:

CircUse-Website
http://www.circuse.eu

Link zur Veranstaltung
http://www.umweltbundesamt.at/umweltsituation/boden/boden_termine/neuechancen_112012

Kontakt
Deutsches Institut für Urbanistik, Zimmerstraße 13-15, 10969 Berlin
Maic Verbücheln, Telefon: 030/39001-263
E-Mail: verbuecheln@difu.de


Kurzinfo: Deutsches Institut für Urbanistik
Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) ist als größtes Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum die Forschungs-, Fortbildungs- und Informationseinrichtung für Städte, Kommunalverbände und Planungsgemeinschaften. Ob Stadt- und Regionalentwicklung, kommunale Wirtschaft, Städtebau, soziale Themen, Umwelt, Verkehr, Kultur, Recht, Verwaltungsthemen oder Kommunalfinanzen: Das 1973 gegründete unabhängige Berliner Institut - mit einem weiteren Standort in Köln (Bereich Umwelt) - bearbeitet ein umfangreiches Themenspektrum und beschäftigt sich auf wissenschaftlicher Ebene praxisnah mit allen Aufgaben, die Kommunen heute und in Zukunft zu bewältigen haben. Der Verein für Kommunalwissenschaften e.V. ist alleiniger Gesellschafter des in der Form einer gemeinnützigen GmbH geführten Forschungsinstituts.

Difu-Website:
http://www.difu.de

Vernetzen Sie sich mit uns über Facebook:
https://www.facebook.com/difu.de

Difu im informationsdienst wissenschaft (idw)
http://www.idw-online.de/de/pressreleases225

Difu-Portal zu kommunalen Themen:
http://www.kommunalweb.de

Sybille Wenke-Thiem | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.difu.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Differenziertes Auftreten von Krankheitserregern in Nutztieren und Lebensmitteln
15.05.2013 | Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)

nachricht Crop Rotation with Nematode-Resistant Wheat Can Protect Tomatoes
15.05.2013 | Crop Science Society of America (CSSA)

Alle Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Magnetische Fingerabdrücke von supraflüssigem
Helium-3


Supraleitungssensoren der PTB ermöglichen hochempfindliche Messungen der magnetischen Kernresonanz dünner Helium-3-Schichten - aktuelle Veröffentlichung in Science

Tieftemperatur-Spezialisten der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) haben mit ihren SQUIDs dazu beigetragen, dass die magnetischen Momente von Atomen des seltenen Isotopes 3He (Helium-3) extrem empfindlich gemessen werden konnten. Mithilfe dieser Sensoren wurden hochempfindliche Kernresonanzspektrometer entwickelt, die jetzt tiefe Einblicke in den Zustand der Materie bei extrem tiefen Temperaturen lieferten.

Konkret sperrte ...

Im Focus: Meeresspiegel: Ein Drittel seines Anstiegs kommt von schmelzenden Gebirgsgletschern


Gut 99 Prozent des gesamten Eises an Land ist in den riesigen Eisschilden der Antarktis und Grönlands gespeichert, nur knapp ein Prozent dagegen in Gletschern.

Die Schmelzwasser dieser Gletscher trugen im Zeitraum 2003 bis 2009 etwa genauso viel zum Anstieg des Meeresspiegels bei, wie die beiden Eisschilde: rund einen Drittel. Dies ist eines der Resultate einer internationalen Studie mit Beteiligung von UZH-Geographen.

Wieviel alle Gletscher zum Anstieg des Meeresspiegels beitragen, wurde noch nie so genau ...

Im Focus: Mehr Bewegungsfreiheit: Ultraschallkopf ohne Kabel


Siemens hat das weltweit erste kabellose Ultraschallgerät vorgestellt. Der Schallkopf ist mit einer Hand gut bedienbar und überträgt das Ultraschallbild per Radiofrequenz auf den Bildschirm.

Das Fehlen der Kabel ist vor allem bei Operationen oder interventionellen Eingriffen von Vorteil, wo beispielsweise Nadeln mit Hilfe von Ultraschall visualisiert werden. Die Kabel am Schallkopf behindern die Person, die das Gerät bedient, und sie können trotz steriler Schutzhüllen ein Infektionsrisiko darstellen.

Das kabellose Acuson Freestyle arbeitet bis zu ...

Im Focus: Bahnbetrieb optimieren mit großem Touch-Display


Siemens will mit einem großen Touch-Display Bahnbetreibern helfen, Störungen besser zu bewältigen.

Das Display mit rund 1,50 Metern Diagonale veranschaulicht alle Daten und Fakten, um Entscheidungen treffen zu können. Herzstück der Lösung ist eine Software, die mit Hilfe mathematischer Optimierungsalgorithmen bisher entkoppelte Systeme wie Wartung oder Zugdisposition vernetzt.

Bisher reagieren einzelne Abteilungen von Bahnbetreibern weitgehend unabhängig auf Störfälle, weil sie über das ...

Im Focus: Neuer Weltrekord bei der Datenübertragung per Funk


Forschern des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Festkörperphysik IAF und des Karlsruher Instituts für Technologie KIT ist es gelungen, 40 Gbit/s bei 240 GHz und über eine Entfernung von einem Kilometer per Funk zu übertragen.

Mit ihrer jüngsten Demonstration haben sie einen neuen Weltrekord erzielt und knüpfen damit erstmals nahtlos an die Kapazität von Glasfaser an. Solche Richtfunkstrecken könnten zukünftig Lücken in der Versorgung mit Breitband-Internet schließen, indem die drahtlosen Links das Netz an schwer zugänglichen Stellen oder im ländlichen Raum ergänzen.

Digital, mobil und ...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

DNA-Variante beeinflusst Diabetesrisiko und Behandlungserfolg

17.05.2013 | Biowissenschaften Chemie

Aus zwei wird drei: In Deutschland kommt eine dritte Ringelnatter vor

17.05.2013 | Biowissenschaften Chemie

New method proposed for detecting gravitational waves from ends of universe

17.05.2013 | Physik Astronomie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

Internationale Informatikkonferenz ICCS 2013

17.05.2013 | Veranstaltungsnachrichten

Herausforderungen des demografischen Wandels

17.05.2013 | Veranstaltungsnachrichten

Die 16 besten Nachwuchschemikerinnen und -chemiker Deutschlands treffen sich in Kiel

17.05.2013 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp