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Steigende Temperaturen und längere Vegetationsperioden - der Klimawandel birgt für die Landwirtschaft nicht nur Risiken, sondern auch Chancen. Naheliegend ist der Gedanke, ob manche Flächen in Zukunft zwei Ernten im Jahr ermöglichen.
Eine Doppelernte wäre in höchstem Maße willkommen, da der Nahrungsbedarf der wachsenden Weltbevölkerung ebenso steigt wie die Nutzung von Nachwachsenden Rohstoffen.
Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) untersucht in einem Forschungsprojekt nun erstmals wissenschaftlich diese sogenannte Zweikulturnutzung. Bei einem auf drei Jahre angelegten Praxisversuch auf dem Seehof in Ettlingen (Lkr. Karlsruhe) wurde gestern erstmals die zweite Ernte eingeholt und die Ergebnisse präsentiert.
Während die Ernteresultate der Vorfrüchte Winterraps, Wintergerste und Frühkartoffen im Juni durch das warme Frühjahr mit ausreichend Niederschlägen recht ordentlich waren, fiel die darauffolgende Mais- und Sommergerste-Ernte sehr indifferent aus. Der Maisertrag und die Maisqualität erfüllte zwar noch die Erwartungen, aber bei der Sommergerste war weder Ertrag noch Qualität zufriedenstellend, um den Ansprüchen der Brauereien zu genügen.
Klaus Mastel, Leiter der Abteilung Pflanzenbau und produktionsbezogener Umweltschutz am LTZ, machte für dieses miserable Ernteergebnis den außergewöhnlich trockenen Spätsommer verantwortlich. Gleichzeitig betonte Mastel jedoch, dass in der angewandten Agrarforschung die Resultate eines einzigen Versuchsjahres noch keine Aussagekraft hätten. Erst die Auswertung mehrerer Jahre sei interessant und könne zu Erkenntnissen über geeignete Sorten und Fruchtfolgen führen.
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Dr. Dorothea Elsner | Quelle: Proplanta GmbH & Co. KG
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