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Die zweite Verordnung regelt die Einführung von neuen Methoden zur Bekämpfung von Salmonellen und sieht verpflichtende Impfungen in Ländern mit mehr als 10 Prozent Salmonellenprävalenz vor. Außerdem plant die Kommission ab 2010 ein Handelsverbot für Eier aus Beständen, die mit Salmonellen infiziert sind.
Salmonellen gehören zu den wichtigsten und gefährlichsten durch Lebensmittel übertragenen Krankheitserregern. Jährlich erkranken Tausende von Menschen an Salmonelleninfektionen, bei immungeschwächten Personen können diese zum Tod führen. Die EU möchte mit den geplanten Maßnahmen möglichst schnelle Erfolge erzielen. Angestrebt wird eine Verringerung des Salmonellenvorkommens auf einen Höchstwert von zwei Prozent und weniger. Die Zielwerte wurden von der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) festgelegt.
Mit der Verringerung des Salmonellenvorkommens in den Erzeugerbetrieben verringert sich das Risiko in der gesamten Lebensmittelkette und trägt zum Schutz des Verbrauchers bei. Der EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz Markos Kyprianou appeliert daher an alle Mitgliedstaaten, alles daran zu setzen, die von der EU gesteckten Ziele zu erreichen.
Erst kürzlich hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung Zahlen für Deutschland veröffentlicht. Danach waren in knapp 30 Prozent der großen Legehennenbetriebe Salmonellen nachgewiesen worden. Erste Auswertungen hatten gezeigt, dass besonders größere Betriebe mit mehr als 3 000 Legehennen und Käfighaltungen häufiger betroffen waren als kleinere Betriebe und solche mit Boden-, Volieren- und Freilandhaltung. Seit in Deutschland Pflichtimpfungen für Legehennen gelten, ist die Zahl der Salmonelleninfektionen kontinuierlich gesunken. Im vergangenen Jahr wurden noch 52 000 Fälle gemeldet.
Aber nicht nur der Erzeuger ist beim Kampf gegen Salmonellen gefragt. Auch die Verbraucher können sich vor Infektionen schützen, wenn sie einfache Hygieneregeln einhalten. Eier sollten zum Beispiel immer kühl gelagert, möglichst frisch verwendet und nur hart gekocht verzehrt werden. Aus Eiern hergestellte Speisen müssen ausreichend erhitzt werden und die Kontamination anderer Lebensmittel oder Gegenstände ist zu vermeiden.
Renate Kessen | Quelle: aid infodienst
Weitere Informationen: www.aid.de
www.was-wir-essen.de/abisz/eier_erzeugung_gesundheit.php
www.eu-kommission.de/html/presse/pressemeldung.asp?meldung=6504
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