Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Volatile Agrarmärkte brauchen effizientes Risikomanagement

18.06.2009
Pressebericht zur 4. Handelsblatt Jahrestagung „Agrar- und Ernährungswirtschaft“
(9./10. Juni 2009, Berlin)
„Es gibt kein zurück zu einem System staatlicher Interventionen“ sagte Staatssekretär Gert Lindemann (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) anlässlich der 4. Handelsblatt Jahrestagung „Agrar- und Ernährungswirtschaft“ (9. und 10. Juni 2009, Berlin) und betonte die zunehmende Bedeutung eines Risikomanagements für alle Marktbeteiligten. Die vielfältigen Einflussfaktoren auf die Agrarpreise sowie die Strategien von Herstellern, Verarbeitern und Händlern mit den zunehmen liberalisierten Märkten umzugehen, bestimmte die Diskussionen der rund 70 Konferenzteilnehmer.

Mehr Eigenverantwortung

Die Agrarwirtschaft sei von der Wirtschaftskrise noch nicht so stark betroffen, auch wenn die deutschen Agrarexporte um zwei Prozent zurückgegangen seien, stellte Lindemann fest. Auf den historischen Tiefstand der Milchpreise habe die Bundesregierung mit einem Maßnahmepaket reagiert und die EU aufgefordert, alle Marktinstrumente zur Stabilisierung der Preise auszuschöpfen. Lindemann betonte den Einsatz der Bundesregierung für den Vorschuss der EU-Direktzahlungen. Mit rund 25 Millionen Euro stütze die Regierung zudem landwirtschaftliche Betriebe, um deren Liquidität zu stärken und Zinserleichterungen zu ermöglichen. Die Änderungen bei der Agrardieselsteuer entsprächen einer weiteren Liquiditätssteigerung von 560 Millionen Euro. Auch wenn die Bundesregierung und die EU auf die aktuelle Situation mit Hilfen reagiert hätten, werde grundsätzlich an der Liberalisierung der Agrarwirtschaft festgehalten. Ein System ohne staatliche Interventionen fordere aber eine deutlich stärkere Risikoabsicherung aller Marktbeteiligten. „Wir brauchen mehr Eigenverantwortung, aber dennoch helfen wir den Landwirten bei der Umstellung“, sagte Lindemann und erinnerte an den Beitrag der Bundeskasse zur Unfall- und Krankenversicherung, an die Länderbeiträge bei Tierseuchen, die EU-Direktzahlungen sowie die Bundes- und Länderunterstützung bei Naturkatastrophen.

Die Zukunft der GAP

Die Zukunft der europäischen Agrarpolitik nach 2013 hänge von der Höhe des zukünftigen EU-Haushaltes und der für die Agrarwirtschaft bewilligten Gelder ab, so Lindemann weiter. Ein weiterhin großer EU-Agrarhaushalt müsse gut vorbereitet und begründet sein. Er sprach sich für die Fortsetzung der entkoppelten Zahlungen als unkomplizierter Form des Basisausgleichs aus. Wenn die Agrarwirtschaft sich gegenüber dem Weltmarkt öffne, sei ein Sicherheitsnetz nötig. Die aktuelle Situation auf den Milchmärkten zeige, dass auf solche Instrumente nicht ganz verzichtet werden könne. Auch für Forschung und Entwicklung und den Naturschutz müssten Anreize gesetzt werden, um eine multifunktionale Agrarwirtschaft zu bewahren.

Der vollständige Pressebericht ist abrufbar unter: www.euroforum.de/Aktuell.aspx?news=1134
Oder www.euroforum.de/presse/bericht-agrar09

Weitere Informationen zum Programm
EUROFORUM – ein Geschäftsbereich der Informa Deutschland SE
Konzeption und Organisation für Handelsblatt Veranstaltungen
Dr. phil. Nadja Thomas
Senior-Pressereferentin
Prinzenallee 3
40549 Düsseldorf
Telefon.: +49 (0)2 11. 96 86-33 87
Fax: +49 (0)2 11. 96 86-43 87
E-Mail: nadja.thomas@euroforum.com

Handelsblatt und Wirtschaftswoche Veranstaltungen
EUROFORUM ist Exklusiv-Partner für Veranstaltungen des Handelsblatts sowie der WirtschaftsWoche. Gemeinsam werden Konzepte zu aktuellen und richtungsweisenden Themen erarbeitet. Die Vermarktung und Durchführung der Veranstaltungen erfolgt durch EUROFORUM.

EUROFORUM steht in Europa für hochwertige Kongresse, Seminare und Workshops. Ausgewählte, praxiserfahrene Referenten berichten zu aktuellen Themen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Darüber hinaus bieten wir Führungskräften ein erstklassiges Forum für Informations- und Erfahrungsaustausch. EUROFORUM ist ein Geschäftsbereich der Informa Deutschland SE, einem führenden deutschen Konferenzanbieter.

Unsere Muttergesellschaft, die Informa plc mit Hauptsitz in London, organisiert und konzipiert jährlich weltweit über 12.000 Veranstaltungen. Darüber hinaus verfügt Informa über ein umfangreiches Portfolio an Publikationen für die akademischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Märkte. Informa ist in über 80 Ländern tätig und beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter.

Dr. phil. Nadja Thomas | EUROFORUM
Weitere Informationen:
http://www.euroforum.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Rinderhaltung: Europäische Agrarwissenschaftler betreten Neuland in der Forschungskooperation
16.02.2018 | Leibniz-Institut für Nutzierbiologie (FBN)

nachricht Entwaldung in den Tropen
15.02.2018 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

Von Bitcoins bis zur Genomchirurgie

19.02.2018 | Veranstaltungen

Unternehmenssteuerung und Controlling im digitalen Zeitalter

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Stahl ist nicht gleich Stahl: Informatiker und Materialforscher optimieren Werkstoffklassifizierung

19.02.2018 | Materialwissenschaften

Wenn Eiweiße einander die Hand geben

19.02.2018 | Materialwissenschaften

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics