Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Positiver Trend bei Lebensmitteln aus Drittländern

21.01.2013
Überschreitungen von Rückstandshöchstgehalten für Pflanzenschutzmittel nehmen ab – Ware aus Deutschland und der EU weiterhin weniger belastet

Mit 7,2 Prozent an Rückstandshöchstgehaltsüberschreitungen ist die Belastung mit Pflanzenschutzmittelrückständen bei Erzeugnissen aus Drittländern nach wie vor am höchsten. Der Trend ist allerdings positiv.

Seit dem Jahr 2008, als noch bei 9,1 Prozent der Proben die Höchstgehalte überschritten wurden, hat diese Quote jedes Jahr kontinuierlich abgenommen. Das ist ein Ergebnis der Untersuchungen auf Pflanzenschutzmittelrückstände aller Bundesländer für das Jahr 2011, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) heute im Bericht zur „Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln 2011“ veröffentlicht hat.

Bei Erzeugnissen deutscher Herkunft wurde 2011 in 1,4 Prozent der Fälle eine Überschreitung des geltenden Rückstandshöchstgehaltes festgestellt. Die Rückstandssituation ist damit nach wie vor als niedrig und positiv zu werten, auch wenn sich die Überschreitungsquote im Vergleich zum Vorjahr, in dem sie bei 1,0 Prozent lag, leicht negativ entwickelt hat. Bei Lebensmitteln aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) blieb die Überschreitungsquote auf dem niedrigen Niveau der Vorjahre von 1,5 Prozent.

„Es zeigt sich, dass auch die Hersteller in den Drittländern daran arbeiten, dass gute Niveau der europäischen Erzeugnisse zu erreichen“, erklärte der Präsident des BVL, Dr. Helmut Tschiersky-Schöneburg. „Umso wichtiger ist es aber auch, die Lebensmittelsicherheit in den Herkunftsländern zu stärken.“ Das BVL unterstützt verschiedene Drittstaaten beim Aufbau von Lebensmittelsicherheitsbehören, darunter China und Marokko.

Säuglingsnahrung
Besonders bemerkenswert ist, dass 96,0 Prozent (2010: 82,6 Prozent) der untersuchten Proben von Säuglings- und Kleinkindernahrung keine quantifizierbaren Rückstände von Pflanzenschutzmitteln aufwiesen. Nur in 4,0 Prozent der Proben wurden Rückstände nachgewiesen. Diese lagen alle im Spurenbereich; keine Probe wies Rückstände über dem Rückstandshöchstgehalt auf. Dieses Ergebnis zeigt das hohe Qualitätsniveau bezüglich Pflanzenschutzmittelrückständen in Nahrungsmitteln für Säuglinge und Kleinkinder.
Biolebensmittel
Auch in Biolebensmitteln hat sich der Anteil an Proben ohne quantitativ nachweisbare / quantifizierbare Rückstände im Vergleich zum Vorjahre leicht um 2,3 Prozentpunkte auf 82,2 Prozent verbessert. Negativ fiel im Jahr 2011 die Quote von 0,8 Prozent der Rückstandshöchstgehaltsüberschreitungen auf (2010: 0,2%). Der Anstieg ist jedoch vornehmlich auf ein Produkt „getrocknete Linsen“ zurückzuführen. Die Ursache konnte hier schnell gefunden werden, so dass geeignete Maßnahmen eingeleitet wurden.
Insgesamt haben im Jahr 2011 die Untersuchungseinrichtungen der amtlichen Lebensmittel- und Veterinärüberwachung der Bundesländer 17.157 Proben von Lebensmitteln pflanzlichen und tierischen Ursprungs sowie von Säuglings- und Kleinkindernahrung auf das Vorhandensein von Pflanzenschutzmittelrückständen untersucht. Dabei wurden mehr als 5,4 Millionen einzelne Analysenergebnisse zu 856 verschiedenen Wirkstoffen ermittelt. Im Durchschnitt wurde jede Probe auf 316 Wirkstoffe untersucht.

Weitere Hintergrundinformationen finden Sie unter:
http://www.bvl.bund.de/HInbpsm2011

Den aktuellen Bericht zur „Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln 2011“ einschließlich der entsprechenden Tabellen finden Sie unter: http://www.bvl.bund.de/nbpsm2011

Die Berichte zur „Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände“ einschließlich der entsprechenden Tabellen der Vorjahre finden Sie unter:

http://www.bvl.bund.de/nbpsm_archiv

Nina Banspach | idw
Weitere Informationen:
http://www.bvl.bund.de/HInbpsm2011

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Software-App für optimale Düngergabe
09.11.2017 | Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.

nachricht Win-Win-Situation Arznei- und Gewürzpflanzen + Bestäuber-Insekten
06.11.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie