Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer Forschungskomplexes für die Qualität und Sicherheit von Lebens- und Futtermitteln eröffnet

28.08.2013
Brandenburgs Wissenschaftsministerin Sabine Kunst, Tillmann Stenger, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank des Landes Brandenburg, und ATB-Direktor Brunsch gaben heute im Beisein zahlreicher Gäste gemeinsam das Startsignal zur Inbetriebnahme der neuen Forschungsanlagen am Leibniz-Institut für Agrartechnik.

Mit den neu ausgestatteten Laboren und Technika steht dem ATB exzellente Infrastruktur für den Forschungsbereich Qualität und Sicherheit von Lebens- und Futtermitteln zur Verfügung – ein für Produzenten und Verbraucher gleichermaßen relevantes Thema.

Die mit modernster Messtechnik und Analytik ausgestatteten Labore und Technika ermöglichen es dem ATB, ganze Prozessketten von frischen bzw. wenig verarbeiteten pflanzlichen und tierischen Produkten, wie Obst, Gemüse, Getreide, Milch und Fleisch intensiv zu untersuchen und die Prozesse effizient, produktschonend, ergonomisch und wirtschaftlich zu gestalten.

„Das Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim ist ein wichtiger Teil der leistungsstarken Forschungslandschaft in Brandenburg. Es wird weit über die Landes- und Bundesgrenzen bei Wissenschaftlern und Unternehmern als eine hochinnovative Forschungseinrichtung wahrgenommen. Mit der neuen Infrastruktur verfügt das Institut über weitere einzigartige Untersuchungsmöglichkeiten auf höchstem Forschungsniveau im Nacherntebereich von Lebens- und Futtermitteln,“ hob Ministerin Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst in ihrem Grußwort hervor.

Mit seiner Forschung bearbeitet das ATB aktuelle, gesellschaftlich relevante Fragestellungen und beschreitet dabei erfolgreich neue Wege. Beispiele sind die Anwendung von Kaltplasma zur Hygienisierung empfindlicher Lebensmittel wie Salat, Fleisch oder Gewürze und die Entwicklung optischer Methoden zur Qualitätserkennung von Fleisch, die u. a. bei der Dönerfleischproduktion zum Einsatz kommen, oder die Entwicklung energieeffizienter Trocknungsverfahren für Getreide und Sonderkulturen, wo Energieeinsparungen bis zu 30 % realisierbar sind.

„Die jetzt am ATB zur Verfügung stehende Ausstattung macht es uns in einzigartiger Weise möglich, ganze Prozessketten zu untersuchen. Letztlich geht es darum, die Produktion möglichst ressourceneffizient und produktschonend zu gestalten, Verluste zu vermeiden und die Produkte sicherer zu machen,“ so ATB-Direktor Prof. Dr. Reiner Brunsch. „Dementsprechend umfasst unsere Forschung das gesamte Spektrum zwischen Primärproduktion und Konsum von Lebens- und Futtermitteln - von den Grundlagen bis zur industriellen Umsetzung.“

Die Gesamtkosten für den Ausbau und die Umgestaltung des neuen Laborkomplexes beliefen sich auf insgesamt 3 Mio. Euro. Die Maßnahmen wurden zu 75% aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Land und Bund waren mit je 12,5% der Fördersumme beteiligt.

„Diese Investitionen sind nicht nur ein Beitrag zur Stärkung der regionalen Forschung auf internationalem Niveau. Sie werden auch den Technologietransfer befördern und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stärken. Insbesondere kleine und mittlere Betriebe des Gartenbaus, der Lebensmittelindustrie und Zulieferbetriebe werden durch diese Maßnahme unterstützt,“ so Tillmann Stenger, Vorsitzender des Vorstandes der Investitionsbank des Landes Brandenburg, die beide Projekte finanzierte.

Die Forschung des Leibniz-Instituts für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. (ATB) zielt auf die ressourceneffiziente und CO2-neutrale Nutzung biologischer Systeme zur Erzeugung von Lebensmitteln, Rohstoffen und Energie in Anpassung an Anforderungen von Klimaschutz und Klimawandel. Zu diesem Zweck entwickelt das ATB verfahrenstechnische Grundlagen für eine nachhaltige Landbewirtschaftung und stellt innovative technische Lösungen für Landwirtschaft und Industrie bereit. Eine der zentralen Aufgaben ist es, die Auswirkungen der eingesetzten Verfahren über die gesamte Wertschöpfungskette zu analysieren - vom Feld bis zum Verbraucher.

Helene Foltan | idw
Weitere Informationen:
http://www.atb-potsdam.de/forschungsprogramme/qualitaet-und-sicherheit-von-lebens-und-futtermitteln.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Klimawandel – die Tanne sticht Fichte und Buche aus
10.08.2017 | Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL

nachricht Feuerbrand bekämpfen und Salmonellen nachweisen
14.06.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie