Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nachhaltiges Landmanagement in Westsibirien

21.11.2011
Osnabrücker Wissenschaftler kooperieren mit russischen Forschern, um Lösungen für nachhaltige Landnutzungspraktiken und Strategien zur Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln.

Um dem Klimawandel zu begegnen, müssen der Verbrauch natürlicher Ressourcen sowie der Ausstoß klimaschädlicher Stoffe verringert werden. Forschungen zum nachhaltigen Landmanagement in international bedeutsamen Beispielregionen sollen hier Lösungen bieten.

Wissenschaftler der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur der Hochschule Osnabrück werden in der Region Tyumen in Westsibirien Strategien für eine nachhaltige Landnutzung erarbeiten. Ein entsprechender Kooperationsvertrag zwischen der russischen Partnerhochschule, der Tyumen State Agricultural Academy (TSAA), und der Hochschule Osnabrück wurde soeben unterzeichnet.

Das zunächst auf fünf Jahre angelegte Projekt wird seit August diesen Jahres vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Teil des Verbundvorhabens SASCHA ("Nachhaltiges Landmanagement und Anpassungsstrategien an den Klimawandel im Westsibirischen Getreidegürtel") gefördert. Die Forscher der Hochschule Osnabrück, die gleich drei Teilprojekte verantworten, arbeiten dabei interdisziplinär mit Wissenschaftlern der Universitäten Osnabrück, Münster, Kiel und der Humboldt-Universität Berlin zusammen. Die TSAA ist eine der beiden russischen Partnerhochschulen im Projekt SASCHA.

„SASCHA untersucht die wechselseitigen Effekte des Klima- und Landnutzungswandels auf Naturressourcen und Ökosystemfunktionen Übergangsbereich zwischen der Steppenzone und der nördlichen Waldzone in Westsibirien“, sagt die Vegetationsökologin Prof. Dr. Kathrin Kiehl. „Hierauf aufbauend werden wir nachhaltige Landnutzungspraktiken und Strategien zur Anpassung an den Klimawandel entwickeln“, ergänzt Prof. Dr. Dieter Trautz, Professor für Ökologie und Umweltschonende Landbewirtschaftung, und betont die enge Zusammenarbeit mit der russischen Partnerhochschule vor Ort. Zur Umsetzung dieser Ergebnisse werden im dritten Teilprojekt von Prof. Hubertus von Dressler, Landschaftsplanung, konkrete Maßnahmen zu einer nachhaltigen Raumentwicklung geplant, die auch auf benachbarte Regionen ähnlichen Landnutzungsproblemen übertragbar sein sollen.

Während des Besuchs des Rektors der TSAA, Prof. Dr. Nicolai Abramov, verständigten sich die Kooperationspartner auf die wissenschaftliche Zusammenarbeit und den Austausch von Studierenden und wissenschaftlichem Personal. Bereits jetzt sind in jedem der drei Teilprojekte deutsch-russische Kooperationen geplant, die einen Austausch von Doktoranden und weiteren Wissenschaftlern umfassen. Außerdem werden Studierende der Studiengänge „Landwirtschaft“, Agrar- und Lebensmittelwirtschaft, „Landschaftsentwicklung“ und „Landschaftsarchitektur und Regionalentwicklung“ die Möglichkeit haben, ihre Abschlussarbeiten im Rahmen des Forschungsprojekts anzufertigen.

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Kathrin Kiehl
Vegetationsökologie und Botanik, Fakultät AuL der Hochschule Osnabrück
Oldenburger Landstr. 24, D-49090 Osnabrück
Tel. 0541 9695042,

Dr. Viola Düwert | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-osnabrueck.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Nitrat-Problem der Landwirtschaft in Luft auflösen
29.03.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Sanitärhiebe im Wald: oft vorgeschobener Grund für Holzernte
27.03.2018 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Im Focus: Gamma-ray flashes from plasma filaments

Novel highly efficient and brilliant gamma-ray source: Based on model calculations, physicists of the Max PIanck Institute for Nuclear Physics in Heidelberg propose a novel method for an efficient high-brilliance gamma-ray source. A giant collimated gamma-ray pulse is generated from the interaction of a dense ultra-relativistic electron beam with a thin solid conductor. Energetic gamma-rays are copiously produced as the electron beam splits into filaments while propagating across the conductor. The resulting gamma-ray energy and flux enable novel experiments in nuclear and fundamental physics.

The typical wavelength of light interacting with an object of the microcosm scales with the size of this object. For atoms, this ranges from visible light to...

Im Focus: Wie schwingt ein Molekül, wenn es berührt wird?

Physiker aus Regensburg, Kanazawa und Kalmar untersuchen Einfluss eines äußeren Kraftfeldes

Physiker der Universität Regensburg (Deutschland), der Kanazawa University (Japan) und der Linnaeus University in Kalmar (Schweden) haben den Einfluss eines...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nachhaltige und innovative Lösungen

19.04.2018 | HANNOVER MESSE

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur optischen Kernuhr

19.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics