Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Ernte auf weniger Fläche - Landwirtschaft wird produktiver

17.10.2012
In diesem Jahr haben die Landwirte eine Fläche von 16,7 Millionen Hektar bewirtschaftet. Damit ist die landwirtschaftliche Nutzfläche seit dem Jahr 1995 um rund vier Prozent zurückgegangen, meldet das Statistische Bundesamt.
Allein im Vergleich zum Jahr 2011 hat sie sich um rund 37.000 Hektar reduziert, was in etwa der Fläche der Stadt Bremen entspricht.

Den größten Anteil an der landwirtschaftlichen Nutzfläche hat mit 11,9 Millionen Hektar weiterhin das Ackerland, dessen Fläche in den vergangenen 17 Jahren weitgehend konstant geblieben ist. Auf 6,5 Millionen Hektar wurde Getreide angepflanzt.

Die Ernte wird mit rund 45 Millionen Tonnen voraussichtlich gut ausfallen und die im Vergleichsjahr 1995 erzielten Mengen um rund fünf Millionen Tonnen übertreffen. Eine Fläche von rund 238.000 Hektar haben die Bauern mit Kartoffeln bestellt - 77.000 Hektar weniger als im Jahr 1995.

Die Erntemengen haben sich in diesem Zeitraum jedoch von 9,9 Millionen Tonnen auf 10,6 Millionen Tonnen erhöht, was unter anderem auf Fortschritte in der Züchtung und optimierte Produktionsverfahren zurückzuführen ist.

Der Anbau von Futterpflanzen wie Silomais, Hülsenfrüchten und Feldgras hat seit dem Jahr 2003 an Bedeutung gewonnen. Im Jahr 2012 wuchsen Pflanzen zur Grünernte auf einer Fläche von 2,8 Millionen Hektar. Das sind eine Million Hektar mehr als noch Mitte der 1990er. Vor allem beim Silomais ist ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen, da er inzwischen stärker als Energiepflanze für die Versorgung von Biogasanlagen genutzt wird.

Die Anbauflächen für Gemüse und Erdbeeren haben in den vergangenen siebzehn Jahren um knapp ein Drittel auf 132.000 Hektar zugenommen. Handelsgewächse wie Raps und andere Ölfrüchte wuchsen in diesem Jahr auf knapp 1,4 Millionen Hektar, was einem Zuwachs von zwanzig Prozent gegenüber dem Jahr 1995 entspricht.

Beim Winterraps werden Erntemengen von 4,8 Millionen Tonnen erwartet, und das würde die Ergebnisse von 1995 um knapp sechzig Prozent übertreffen. Die Ausweitung der Anbauflächen bei Gemüse, Raps und Futterpflanzen war laut Statistischem Bundesamt vor allem möglich, weil in den vergangenen Jahren immer weniger Flächen stillgelegt wurden.

Heike Kreutz | www.aid.de
Weitere Informationen:
http://www.aid.de

Weitere Berichte zu: Anbaufläche Ernte Erntemengen Futterpflanzen Gemüse Nutzfläche Raps Silomais

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Klimawandel – die Tanne sticht Fichte und Buche aus
10.08.2017 | Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL

nachricht Feuerbrand bekämpfen und Salmonellen nachweisen
14.06.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik