Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Maisacker statt artenreicher Wiese

09.04.2014

Zustand landwirtschaftlicher Räume untersucht

Die landwirtschaftlich genutzten Lebensräume sind aus Naturschutzsicht überwiegend in einem schlechten Zustand.

Zu viele Grünlandflächen gehen verloren und damit wichtige Lebensräume für gefährdete Arten, erklären das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz. In rund 12.000 Stichproben haben Naturschützer und Behörden bundesweit den Zustand von Tieren, Pflanzen und Lebensräumen erforscht, die über die europäischen FFH- und Vogelschutzrichtlinien geschützt sind.

Insgesamt wurden 92 verschiedene Lebensräume erfasst - von Riffen und Sandbänken am Grund von Nord- und Ostsee über Küstendünen, Feuchtgebiete wie Flüsse und Seen bis zu Felsen, Wiesen und Wäldern.   

Landwirtschaftlich genutzte Lebensräume sind nach wie vor in einem schlechten Erhaltungszustand, teilweise haben sie sich in den vergangenen sechs Jahren sogar verschlechtert.

Nicht nur Magerrasen und Heiden sind von einer rückläufigen Entwicklung betroffen, sondern auch extensive Äcker und blumenreiche Wiesen. So haben Flächen- und Qualitätsverluste dazu geführt, dass Mähwiesen in ganz Deutschland in keinem günstigen Zustand mehr sind.

Diese Verluste treten durch den Umbruch der Wiesen und Umwandlung in Maisäcker oder durch Intensivierung (Düngung, häufigere Mahd) auf, denn auf diese Weise entstehen statt blütenreicher Wiesen artenarme Graskulturen.   

Als Folge verlieren Bienen und Schmetterlinge die Nahrungsgrundlage und ihren Lebensraum, da sie auf ein reiches Blüten- und Nektarangebot angewiesen sind. Feuchtgrünland wird oft entwässert. Von 2003 bis 2012 betrug der absolute Verlust des Dauergrünlandes in Deutschland über 250.000 Hektar, das entspricht einem Rückgang von fünf Prozent.

Die Verschlechterung der Lebensbedingungen für die biologische Vielfalt auf landwirtschaftlichen Nutzflächen zeigt sich auch in der kritischen Bestandssituation der Vogelarten der Agrarlandschaft. Die Anzahl der Vögel hat sich in den vergangenen 30 Jahren halbiert.

Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:   

www.bmub.bund.de/themen/natur-arten/naturschutz-biologische-vielfalt/lage-der-natur

Heike Kreutz | www.aid.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Kaskadennutzung auch bei Holz positiv
11.12.2017 | Technische Universität München

nachricht Warum pflanzt man Bäume auf dem Acker?
29.11.2017 | Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was für IT-Manager jetzt wichtig ist

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

30 Baufritz-Läufer beim 25. Erkheimer Nikolaus-Straßenlauf

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungsnachrichten