Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

LOEWE-Projekt soll bei Lösung von weltweiten Wasserproblemen helfen

25.05.2009
Kooperation der Universitäten Gießen und Düsseldorf mit einem Frankfurter Startup-Unternehmen - Untersuchung des Bodenhilfsstoffs "Geohumus"

Eine neue Kooperation der Universitäten Gießen und Düsseldorf mit dem Frankfurter Startup-Unternehmen Geohumus International GmbH soll helfen, die Wasserprobleme der Erde zu lösen.

Dabei geht es um die Untersuchung des Bodenhilfsstoffs "Geohumus", der in Böden mehr Wasser speichert und sie so fruchtbarer macht. Das Forschungsprojekt, das seit einigen Tagen läuft, verfügt über ein Gesamtfördervolumen von 746.000,- Euro und wird aus der Landesoffensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE) anteilig finanziert.

Die hessische Landesregierung fördert mit der landesweiten Exzellenzinitiative solche Kooperationen kleiner und mittlerer Unternehmen mit Hochschulen.

Der Stoff "Geohumus" des gleichnamigen Unternehmens ist von seinen Grundsubstanzen her eigentlich bekannt. Es handelt sich um ein Granulat aus Superabsorbern und Gesteinsmehlen. Superabsorber, die in der Hygieneindustrie bereits seit langem im Einsatz sind, vermögen sehr hohe Wassermengen anzulagern. Mit Geohumus angereicherte Böden speichern somit sehr viel Wasser, verlieren weniger Wasser durch Versickerung und stellen dieses Wasser den Pflanzen zur Verfügung. Die Entwicklung des Produkts wurde von Anfang an vom Institut für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement der Justus-Liebig-Universität Gießen unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Georg Frede fachlich betreut. Die Arbeiten der Firma Geohumus sind mehrfach ausgezeichnet worden - unter anderem mit dem Deutschen Gründerpreis.

Eine für die Praxis relevante Frage ist, ob die in den Boden eingebrachten Superabsorber auch vollständig abgebaut werden oder ob sich Rückstände anreichern können - theoretisch zerfällt der aus Polymeren hergestellte Stoff beim Abbau in Wasser und Kohlendioxid. Dieser Frage wird in dem neuen Forschungsprojekt nachgegangen, das seit wenigen Tagen an der Universität Gießen in Kooperation mit der Firma Geohumus und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf läuft. Projektziel ist nicht nur der Nachweis der Abbaubarkeit von "Geohumus", sondern darüber hinaus die Entwicklung eines technologisch sehr ausgefeilten, aber kostengünstigen Standardnachweisverfahrens von Superabsorbern und vergleichbaren Materialien.

Kontakt:
Prof. Dr. Hans-Georg Frede
Institut für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement
Heinrich-Buff-Ring 26, 35392 Gießen
Telefon: 0641-99 37380
E-Mail: hans-georg.frede@umwelt.uni-giessen.de

Caroline Link | idw
Weitere Informationen:
http://www.geohumus.com/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Mischwälder: ökologisch und ökonomisch überlegen
09.05.2018 | Technische Universität München

nachricht Wertvolle Böden erhalten
03.05.2018 | Schweizerischer Nationalfonds SNF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Im Focus: Achema 2018: Neues Kamerasystem überwacht Destillation und hilft beim Energiesparen

Um chemische Gemische in ihre Einzelbestandteile aufzutrennen, ist in der Industrie die energieaufwendige Destillation gängig, etwa bei der Raffinerie von Rohöl. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickeln ein Kamerasystem, das diesen Prozess überwacht. Dabei misst es, ob es zu einer starken Tropfenbildung kommt, was sich negativ auf die Trennung der Komponenten auswirken kann. Die Technik könnte hier künftig automatisch gegensteuern, wenn sich Messwerte ändern. So ließe sich auch Energie einsparen. Auf der Prozesstechnik-Messe Achema in Frankfurt stellen sie die Technik vom 11. bis 15. Juni am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 9.2, Stand A86a) vor.

Bei der Destillation werden Flüssigkeiten durch Verdampfen und darauffolgende Kondensation des Dampfes in ihre Bestandteile getrennt. Ein bekanntes Beispiel...

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

23.05.2018 | Geowissenschaften

Diagnose per Computer: Gefährliche Krankheitserreger mithilfe maschinellen Lernens erkennen

23.05.2018 | Informationstechnologie

Genetische Vielfalt schützt vor Krankheiten

23.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics