Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Konservierender Ackerbau als nachhaltiges Anbausystem für Baden- Württemberg?

26.02.2014
In Exaktversuchen und auf Praxisflächen in ganz Baden- Württemberg soll das System des Konservierenden Ackerbaus erprobt werden

Der Klimawandel mit einerseits langen Trockenphasen und andererseits starken Niederschlägen wird die Landwirtschaft in Zukunft vor neue Herausförderungen stellen. Das Verfahren des Konservierenden Ackerbaus, welches seinen Ursprung in Lateinamerika hat, kombiniert minimale Bodenbearbeitung mit maximaler Durchwurzelung. Statt einer technischen Lockerung des Bodens erfolgt eine Lockerung durch Pflanzen und eine erhöhte biologische Aktivität. Beispiele aus Anbauverhältnissen in Deutschland fehlen fast vollständig.


Konserveirender Ackerbau: Noch fehlen Erfahrungen aus Deutschland

In einem Verbundvorhaben der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU), Institut für Angewandte Agrarforschung (IAAF) und des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg (LTZ) werden die Wirkungen verschiedener Zwischenfruchtgemenge und Bodenbearbeitungsverfahren geprüft. An den Standorten Tachenhausen, Münzesheim, Stifterhof und Bernburg sind hierzu Exaktversuche mit Wiederholungen angelegt worden. Auf den Praxisflächen der teilnehmenden Landwirte sind vereinfachte Streifenversuche ohne Wiederholungen geplant.

Das Projekt ist momentan auf drei Jahre durch das Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz Baden- Württemberg (MLR) finanziert. „Eine Projektlaufzeit von mindestens fünf oder besser zehn Jahren wird aufgrund der Versuchsfrage angestrebt“, so Koordinatorin Prof. Dr. Carola Pekrun.

Das Projekt wird als richtungsweisend für die Umsetzung einer nachhaltigen Landwirtschaft in die Praxis gesehen. In einem System, welches Bodenruhe und Biodiversität verbindet, wird durch größtmögliche Annäherung an natürliche Verhältnisse Erosion vermieden und die Stabilität des Agrarökosystems erhöht, so dass positive Umweltwirkungen zu erwarten sind.

Der Einladung zum 1. Projekttreffen des Verbundprojekts Konservierender Ackerbau folgten insgesamt 34 Teilnehmer aus ganz Baden-Württemberg. Darunter waren Gremiumsmitglieder des Landwirtschafts- und Umweltministeriums, Vertreter von allen vier Regierungspräsidien, Berater aus acht Landratsämtern sowie am Projekt interessierte und beteiligte Landwirte. Kern des Treffens war die detaillierte Vorstellung des Projekts und ein reger Erfahrungsaustausch der Projektteilnehmer untereinander.

Gerhard Schmücker | idw
Weitere Informationen:
http://www.hfwu.de/

Weitere Berichte zu: Ackerbau Agrarforschung Anbausystem Klimawandel Landwirtschaft Umwelt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Feuerbrand bekämpfen und Salmonellen nachweisen
14.06.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Das Potenzial nichtheimischer Baumarten für den forstlichen Anbau in Deutschland sachlich prüfen
14.06.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie