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Kartoffelzystennematoden

31.08.2011
Markergen ermöglicht Schnelltest zur Unterscheidung

Kartoffelzystennematoden sind seit jeher eine Plage für Kartoffelbauern. Sowohl der Goldnematode oder Gelbe Zystennematode (Globodera Rostochiensis) als auch der weiße Kartoffelzystennematode (Globodera pallida) führen zu erheblichen Ertragsausfällen.

Eine Unterscheidung der beiden Nematoden war bisher schwierig, ist jedoch entscheidend dafür, ob auf einem Acker weiter Kartoffeln angebaut werden können oder nicht. Denn inzwischen gibt es zwar resistente Kartoffelsorten gegen bestimmte Typen des Goldnematoden nicht jedoch gegen Globodera pallida. Nun hat eine US-amerikanische Wissenschaftlerin ein Markergen zur Unterscheidung der beiden Nematodenarten gefunden, das einen Schnelltest erlaubt.

Während die Unterscheidung in der Vergangenheit durch langwierige morphologische Vergleiche der äußeren Gestalt und das aufwändige PCR-Verfahren (Polymerasekettenreaktion) erfolgte, kann der neue Marker schneller, einfacher und zuverlässiger die notwenige Klarheit schaffen. Der größte Vorteil ist jedoch nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums die höhere Sensibilität des Test: Mit nur einer Zyste kann der Nachweis gelingen, betont die Forscherin Xiaohong Wang, die das Markergen entdeckt hat.

Neu ist auch der Weg, mit dem die Wissenschaftlerin das entscheidende Markergen gefunden hat: zum ersten Mal diente dazu ein geklontes Parasitengen selbst, das ein bestimmtes, für die Infektion ausschlaggebendes Enzym produziert. Nun versprechen sich die Forscher einen entscheidenden Fortschritt für schnelle und zuverlässige Tests innerhalb von Quarantäneprogrammen. Denn Speise- und Pflanzkartoffeln unterliegen heutzutage dem weltweiten Handel und Nematoden sind und bleiben eine ernsthafte Bedrohung für den Anbau in Europa und den USA. Die Forschungsarbeit stellte die amerikanische Zeitschrift "Agricultural Research" vor.

Friederike Heidenhof, Renate Kessen

Weitere Informationen: http://www.ars.usda.gov/is/AR/archive/aug11/nematodes0811.htm

| www.aid.de
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