Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Forschung zur Pflanzenernährung nimmt Fahrt auf

04.05.2012
Räumlichkeiten des Göttinger Institute of Applied Plant Nutrition (IAPN) feierlich eröffnet

Der praxisorientierten Forschung auf dem Gebiet der Pflanzenernährung widmet sich ein neues gemeinsames Institut der Universität Göttingen und der K+S KALI GmbH. Das Institute of Applied Plant Nutrition (IAPN) wird als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft aktuelle Fragen aus der Praxis aufgreifen, vorhandenes Wissen bündeln und neue Erkenntnisse an die landwirtschaftliche Praxis weitergeben.

Mit Gästen aus allen Bereichen des täglichen Lebens wurden die Räumlichkeiten des Instituts gestern feierlich eröffnet. „Am IAPN stehen Arbeitsmöglichkeiten für bis zu sechs Wissenschaftler zur Verfügung. Die neuen Labors werden gegenwärtig mit moderner Analytik sehr hochwertig ausgestattet“, erläutert der wissenschaftliche Leiter des IAPN, Prof. Dr. Klaus Dittert. „Dies ist ein wichtiger Schritt für die Forschung und Lehre in der angewandten Pflanzenernährung an der Fakultät für Agrarwissenschaften und eine Stärkung der international ausgerichteten Forschungs- und Studienmöglichkeiten an der Universität Göttingen.“

Das IAPN ist bereits die dritte Einrichtung an der Göttinger Fakultät für Agrarwissenschaften, die im Rahmen eines Public-Private-Partnership betrieben wird. „Die Kooperation mit Partnern aus der Wirtschaft wird für die Hochschule immer wichtiger, um Erkenntnisse der Grundlagenwissenschaften für die Gesellschaft nutzbar zu machen“, so Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Universität Göttingen.
Prof. Dr. Andreas Gransee, Leiter Angewandte Forschung und Beratung der K+S KALI GmbH, begründet das wissenschaftliche Engagement des Unternehmens folgendermaßen: „Aufgrund knapper Forschungsmittel und Prioritäten zugunsten anderer Themen sind Forschungsvorhaben zur angewandten Pflanzenernährung derzeit leider rückläufig. Und dies trotz weltweit zunehmender Herausforderungen an die Erzeugung von Lebensmitteln und Agrarrohstoffen.“

Dr. Ernst Andres, Mitglied der Geschäftsführung der K+S KALI GmbH, betonte die sich wandelnden Rahmenbedingungen der Landwirtschaft. „Eine wachsende Weltbevölkerung mit veränderten Konsumgewohnheiten, der Klimawandel und der Rückgang von pro Kopf verfügbarer Ackerfläche machen weltweit eine standortgerechte Optimierung des Ertragsniveaus dringend notwendig. Insbesondere in sich entwickelnden Ländern sowie in kleinbäuerlichen Strukturen können noch relativ große Ertragsreserven durch verbesserte Düngung erschlossen werden“, so Dr. Andres.

Das international ausgerichtete IAPN möchte vor diesem Hintergrund vor allem Lösungsbeiträge in den Bereichen Ernährungssicherung, Ressourceneffizienz und Wissenstransfer in die Praxis erarbeiten. Eine wichtige Frage wird sein, wie Pflanzen die knappe Ressource Wasser zukünftig effizienter nutzen und auch bei Trockenheit gute Erträge erzielen können. Das IAPN erforscht, welche Rolle die Nährstoffversorgung der Nutzpflanzen in diesem Zusammenhang spielt. Weitere Informationen sind im Internet unter http://www.iapn-goettingen.de zu finden.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Klaus Dittert
Leiter des Institute of Applied Plant Nutrition
Carl-Sprengel-Weg 1, 37075 Göttingen
Telefon (0551) 39-5569
E-Mail: info@iapn-goettingen.de

Beate Hentschel | Uni Göttingen
Weitere Informationen:
http://www.iapn-goettingen.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Elefanten-Herpes: Super-Verbreiter gefährden Jungtiere
04.05.2017 | Universität Zürich

nachricht Wurmmittel für Weidetiere können die Keimung von Pflanzensamen beeinflussen
27.04.2017 | Universität Trier

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten