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Grüner Sprit ohne Landverbrauch: Erste Erfolge mit Algen aus Bioreaktoren

25.08.2010
Biosprit, der aus Mais oder Zuckerrohr gewonnen wird, steht zunehmend in der Kritik: es würden Pflanzen verbraucht, die auch Menschen als Nahrungsmittel dienen könnten und Wälder würden abgeholzt.

Eine ganz andere Idee verfolgt daher Professor Otto Pulz vom Institut für Getreideverarbeitung (IGV) in Nuthetal bei Potsdam. Er schlägt vor, Biosprit aus Algen zu produzieren.

Bioreaktoren könnten dann auf ohnehin nicht landwirtschaftlich nutzbaren Flächen mit Hilfe von Sonnenlicht CO2 aus der Luft oder Abgasen aus Kohlekraftwerken in Sprit umwandeln. Versuche in Zusammenarbeit mit dem europäischen Luft- und Raumfahrtunternehmen EADS zeigten erste Erfolge. Ein Testflugzeug mit Biosprit aus Algen wurde bereits in die Luft geschickt.

Der grüne Kerosin-Ersatz scheint Potenzial zu haben. Neben einem geringeren Treibstoffverbrauch erwarten die Forscher auch einen geringeren Ausstoß an Stickstoff- und Schwefeloxiden um bis zu 40 Prozent. Mikroalgen vermehren sich besonders rasch und bilden mindestens 30 mal so viel organische Substanz wie beispielsweise Rapspflanzen. Die Produktion des grünen Sprits in industriellem Maßstab ist allerdings noch lange nicht kosteneffizient.

Friederike Eversheim | www.aid.de
Weitere Informationen:
http://www.aid.de

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