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Gegen die Schwarze Sommerfäule - Pilz gefährdet Bio-Äpfel

16.03.2011
Die Nachfrage nach Obst aus biologischem Anbau ist groß. Es ist nicht mit chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln behandelt und deshalb für Verbraucher attraktiv. Für den Anbauer hingegen bedeutet das eine große Herausforderung, denn Schädlinge und Krankheiten treten vermehrt auf.

Im Apfelanbau hat sich die Schwarze Sommerfruchtfäule ausgebreitet und kann zu Ernteausfällen von mehr als fünf Prozent führen. Ziel eines Vorhabens der Obstbauversuchsanstalt Jork und des Vereins Öko-Obstanbau Norddeutschland ist die Entwicklung umweltschonender Behandlungsstrategien gegen den Schadpilz Diplodia seriata.

In den Versuchsparzellen, in denen drei Jahre lang Tests durchgeführt werden, sollen zunächst die Auslöser des Pilzbefalls, die so genannten Fruchtmumien von den Bäumen entfernt werden. Eine bessere Hygiene in Obstbaumplantagen hält der Projektleiter Dr. Roland Weber von der Obstbauversuchsanstalt Jork für eine entscheidende Form des Pflanzenschutzes. Auch das Immunsystem der Obstbäume soll gestärkt werden, u. a. durch Tonerde-Präparate, die im Sommer auf die Bäume gespritzt werden.

Hier wird untersucht, ob diese zur Abwehr von Pilzen beitragen können. Darüber hinaus werden die Infektionsbiologie des Erregers und der Zusammenhang von Regenfällen, Sporenflug und Erkrankung der Frucht untersucht. Diese Daten können dann als Grundlage für eine bessere Vorhersage des Befalls dienen. Die Wissenschaftler möchten auch untersuchen, ob sich mit einem solchen kombinierten Vorgehen die Bekämpfung anderer Erreger verbessern lässt.

Das Vorhaben wird laut einer Pressemitteilung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt mit 70 000 Euro gefördert.

Renate Kessen | www.aid.de
Weitere Informationen:
http://www.aid.de

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