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Forschungsvorhaben: Minimierung von Antibiotikaresistenzen entlang der Lebensmittelkette

03.02.2014
Bei der Therapie erkrankter Nutztiere ist der Einsatz von Antibiotika zur Wiederherstellung der Gesundheit der Tiere oft unverzichtbar, sollte jedoch auf ein Mindestmaß reduziert werden.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt über sein Programm zur Innovationsförderung Forschungsvorhaben zu fördern, die einen Beitrag dazu leisten, die Verbreitung von antibiotkaresistenten Bakterien unter Berücksichtigung der Produktions- und Verarbeitungsschritte zu verhindern oder zumindest einzudämmen.

Das BMEL fördert über das von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) koordinierte Programm zur Innovationsförderung Vorhaben, die den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung minimieren. Dabei wird ein besonderer Fokus auf stufen-übergreifende Maßnahmen und Konzepte in der Lebensmittelkette – von der Primärproduktion bis zur Lebensmittelgewinnung und -verarbeitung – in Verbindung mit den Schnittstellen in der Lebensmittelkette gelegt. Durch die vom BMEL ergriffenen und geplanten Maßnahmen müssen Antibiotika jedoch verfügbar bleiben, um Infektionskrankheiten wirksam bekämpfen zu können.

Gegenstand der Förderung
Gefördert werden Vorhaben der industriellen Forschung und der experimentellen Entwicklung von Produkten, Technologien, Verfahren oder Arbeitstechniken, die die Entstehung, den Transfer oder die Übertragung von antibiotikaresistenten Bakterien oder deren Eigenschaften von der Tierhaltung über die gesamte Lebensmittelkette bis zum fertigen Lebensmittel reduzieren oder gänzlich vermeiden. Besonders förderungswürdig sind Verbundvorhaben, in denen an den verschiedenen Stellen ansetzende Maßnahmen vernetzt und hinsichtlich möglicher Synergieeffekte im Hinblick auf den gesundheitlichen Verbraucherschutz bewertet werden.
Deutsche Antibiotikaresistenzstrategie
Die Entstehung von Antibiotikaresistenzen sowohl im Human- als auch Veterinärbereich sollte nach Möglichkeit komplett verhindert werden. Dort aber, wo der Einsatz von Antibiotika geboten und somit das Risiko der Entstehung von Resistenzen gegeben ist, sollte deren Übertragung unterbunden werden. Hierzu verfolgen das Bundesgesundheitsministerium, das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das BMEL eine gemeinsame Deutsche Antibiotikaresistenzstrategie.
BMEL-Programm zur Innovationsförderung
Mit dem Programm zur Innovationsförderung des BMEL sollen Forschung und Entwicklung, Wissenstransfer und bessere Rahmenbedingungen für Innovationen in der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie im Verbraucherschutz unterstützt werden. Es beinhaltet die Förderung von technischen und nicht-technischen Innovationen sowie von Vorhaben zur Steigerung der Innovationsfähigkeit einschließlich des Wissenstransfers. Jährlich stehen hierfür mehr als 30 Millionen Euro zur Verfügung.
Weitere Informationen
Das Programm zur Innovationsförderung als auch spezifische Richtlinien sind unter http://www.ble.de/innovationsfoerderung, Programm des BMEL, zu finden. Hier besteht auch die Möglichkeit, sich für einen Newsletter an-zumelden. Fragen beantwortet der Projektträger BLE, Bereich Innovationsförderung, gerne (Dr. Holger Stöppler-Zimmer, Telefon 0228/ 99 68 45 -3281; E-Mail: innovation@ble.de).

Tassilo Frhr. v. Leoprechting | idw
Weitere Informationen:
http://www.ble.de
http://www.ble.de/innovationsfoerderung

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