Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europäische Biokraftstoffe sichern Futtermittelversorgung für Tiere

11.01.2013
Die europäische Biokraftstoffproduktion sichert die Versorgung mit Eiweißfuttermitteln, die für die Aufzucht von Tieren unverzichtbar sind.

Biokraftstoff- und Eiweißfuttermittelproduktion gehören untrennbar zusammen. Zum Beispiel werden im Produktionsprozess von Biodiesel die eingesetzten Rapskörner zu rund 60 Prozent zu Rapsschrot, also Futtermitteln verarbeitet, während der 40-prozentige Pflanzenölanteil zu Kraftstoff umgewandelt werden kann.

Da die Biodieselproduktion seit dem Jahr 2000 in Europa kontinuierlich gestiegen ist, stieg auch die Herstellung von Futtermitteln aus heimischer Produktion. Deshalb ist der Anteil von Rapsschrot an der europäischen Eiweißschrotversorgung von 13 Prozent im Jahr 2001 auf etwa 24 Prozent im Jahr 2011 gestiegen. Rapsschrot gehört derzeit zu den wichtigsten in größerem Umfang verfügbaren Eiweißquellen aus Europa.

Da die europäische Landwirtschaft nicht ausreichend Eiweißfuttermittel zur Verfügung stellt, um den Bedarf zu decken, wird die Lücke mit Importen von Sojafuttermittel geschlossen, die aus Nord- und Südamerika stammen. „Die Erzeugung von Biodiesel und Bioethanol darf nicht isoliert als Kraftstoffproduktion betrachtet werden:

Die Herstellung von Biosprit trägt nicht nur zur Kraftstoffversorgung bei, sondern liefert gleichzeitig maßgeblich Futtermittel für die Tieraufzucht. Diese großartige Leistung der Branche an der Schnittstelle zwischen Energie- und Landwirtschaft ist ein gewichtiges Argument für Biodiesel und Bioethanol“, sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB).

Durch die Ausweitung der Biodieselherstellung in Europa und der damit einhergehenden Futtermittelproduktion musste weniger Soja aus Übersee importiert werden. Damit ist es in Ländern wie Brasilien oder Argentinien weniger attraktiv geworden, Regenwald für den Sojaanbau abzuholzen, denn der Flächendruck hat nachgelassen. „Es ist absurd, dass den europäischen Biodieselproduzenten vorgeworfen wird, sie trügen zur Regenwaldrodung bei, denn genau das Gegenteil ist der Fall“, sagte Baumann. Wenn man von angeblichen Verdrängungseffekten durch die Biokraftstoffproduktion spräche, sollte europäischem Biodiesel und Bioethanol angerechnet werden, dass sie wegen der Futtermittelproduktion Regenwaldrodung verhindern. „Deutsche Biokraftstoffe tragen zu regionalen Stoffkreisläufen bei, und zwar ganz wesentlich auch bei Tierfuttermitteln.“

Nach neuen Untersuchungen kann Rapsfuttermittel bei landwirtschaftlichen Nutztieren – abhängig von der Tierart - Sojafuttermittel in großen Teilen bis vollständig ersetzen. Auch bei der Herstellung von Bioethanol fallen große Mengen Eiweißfuttermittel an. So wird aus dem zur Ethanolproduktion verwendeten Getreide zu 40 Prozent Futtermittel gewonnen.

Frank Brühning
Pressesprecher
Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V.
Am Weidendamm 1A
D - 10117 Berlin
Tel. +49(0)30.72 62 59 54
Fax. +49(0)30.72 62 59 19
bruehning@biokraftstoffverband.de
www.biokraftstoffverband.de, https://twitter.com/biokraftstoff

Frank Brühning | VDB
Weitere Informationen:
http://www.biokraftstoffverband.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Acht europäische Länder im Kampf gegen den Asiatischen Laubholzbockkäfer
06.01.2017 | Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL

nachricht Kleinbauern in Afrika: Clevere Milchkühlung – dank Solar auch ohne Stromanschluss
02.01.2017 | Universität Hohenheim

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau