Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Agrarforschung will sich stärker in Reisforschung engagieren

05.04.2011
Die deutsche Agrarforschung will sich künftig stärker an der internationalen Reisforschung beteiligen.

Das ist das Ergebnis eines Gesprächs, das Ende März zwischen Vertretern von Universitäten, Forschungseinrichtungen, Ministerien, der Privatwirtschaft, der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und dem Internationalen Reisforschungsinstitut (IRRI) in Bonn stattfand. Die Federführung lag bei der Beratungsgruppe für Entwicklungsorientierte Agrarforschung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH.

Forschung zur Erhöhung der Toleranz von Reis gegenüber abiotischen Stressfaktoren wie Trockenheit, Überflutung, Hitze, Kälte oder Problemböden ist eine der Stärken vieler deutscher Einrichtungen. Auch zur Anpassung der Reissorten und Anbauverfahren an wechselnde Klimabedingungen können deutsche Forscher Beiträge leisten. „Auf beiden Gebieten könnten deutsche Institute eine Rolle spielen, von der Grundlagenforschung über die Technologieforschung bis hin zum Ressourcenmanagement“, so Dr. Achim Dobermann, der Forschungsdirektor des IRRI. Zusammen mit dem Africa Rice Center in Benin und dem Centro Internacional de Agricultura Tropical (CIAT) in Kolumbien hat das Internationale Reisforschungsinstitut ein neues internationales Netzwerk (Global Rice Science Partnership, GRiSP) etabliert, dem derzeit etwa 900 Partner weltweit angehören.

Reis ist das global wichtigste Grundnahrungsmittel. Um die Nachfrage in den Hauptverbrauchsländern Asiens zu decken ist in den nächsten zehn Jahren eine Produktivitätssteigerung von 1,2 bis 1,5 Prozent jährlich notwendig. Die noch lange nicht abgeschlossene Erforschung des genetischen Potenzials, Züchtung neuer Sorten, Entwicklung neuer Anbausysteme, weitere Anpassung an den Klimawandel – die Aufgaben, die auf die Reisforschung in den nächsten Jahren zukommen, sind gewaltig. „Kein Institut kann das alleine machen“, sagt Achim Dobermann. Die Ernährungskrise 2008 habe der Agrarforschung weltweit neuen Auftrieb gegeben, dies gelte es jetzt zu nutzen. „Es ist aber zwingend, die Arbeiten zu koordinieren und zu bündeln.“ Das trifft auch auf die deutsche Reisforschung zu, die bislang noch zu stark zersplittert ist, als dass sie, wie der IRRI-Forschungsdirektor es formulierte, „im globalen Maßstab wahrgenommen wird. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Wochen eine Vision unserer künftigen Zusammenarbeit entwickeln können.“

Deutschland unterstützte die Arbeit des IRRI seit 1971 mit fast 60 Millionen Euro. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) koordiniert die Beratungsgruppe für Entwicklungsorientierte Agrarforschung (BEAF) der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH die deutsche Förderung der internationalen Agrarforschung und damit auch der Reisforschung.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Wolfgang Kasten, GIZ; wolfgang.kasten@giz.de
Weitere Informationen:
http://www.irri.org
- International Rice Research Institute (IRRI)
http://www.bmz.de
- Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
http://www.giz.de/de/profil.html
- Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
http://www.gtz.de/de/themen/laendliche-entwicklung/1815.htm
- GIZ Beratungsgruppe Entwicklungsorientierte Agrarforschung (BEAF)

Oliver Hanschke | idw
Weitere Informationen:
http://www.gtz.de/talk-agriculture

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Getreide, das der Dürre trotzt
19.09.2017 | Universität Wien

nachricht BMEL verstärkt Maßnahmen im Kampf gegen das Eschentriebsterben
11.09.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie