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Bundeswaldinventur in Bayern: Mehr Wald, mehr Laubbäume, mehr Totholz

13.10.2014

Bayerns Wälder wachsen. Zugleich werden sie älter und reicher an Laubbäumen und Totholz. Das zeigen die landesweiten Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur (BWI).

Danach hat die mit Waldbäumen bewachsene Fläche im Freistaat in den vergangenen zehn Jahren um 7.400 Hektar auf 2,6 Millionen Hektar zugenommen. Die Zahlen belegen darüber hinaus die Zunahme des Anteils von Laubbäumen um vier Prozentpunkte auf 36 Prozent. Auch das aus Naturschutzgründen wichtige Totholz ist in Bayern um mehr als zwei auf nunmehr 22 Kubikmeter pro Hektar gewachsen und liegt damit über dem Bundesdurchschnitt.

Fast eine Milliarde Kubikmeter Holz wachsen in Bayerns Wäldern, das sind 27 Prozent aller deutschen Holzvorräte. Der durchschnittliche Holzvorrat liegt mit 396 Kubikmetern pro Hektar deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Gegenüber der Bundeswaldinventur 2002 sind die Holzvorräte in Bayern nahezu unverändert. Es hat sich allerdings gezeigt, dass die Nadelholzvorräte in Bayern abnehmen, während die Laubholzvorräte zunehmen. Sowohl beim Nadelholz als auch beim Laubholz ist eine Zunahme der Vorräte starken Holzes zu verzeichnen.

Die Arbeiten im Zusammenhang mit Bundeswaldinventuren erfolgen gemeinschaftlich zwischen Bund und Ländern. Die Organisation sowie die Ergebnisdarstellung auf Bundesebene übernimmt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Das Johann Heinrich von Thünen Institut wurde mit der Koordination, fachlichen Betreuung, Zusammenstellung und Auswertung der Daten beauftragt. Vorbereitenden Arbeiten, Außenaufnahmen sowie die Ergebnisdarstellung auf Landesebene übernehmen die Bundesländer. In Bayern erfolgt dies an der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Die Bundeswaldinventur findet nach § 41a Bundeswaldgesetz im zehnjährigen Turnus statt. 23 speziell ausgebildete Förster haben in Bayern an 7.900 Aufnahmepunkten die Daten von rund 99.000 Bäumen erhoben. Die forstlichen Kennwerte waren dabei Menge des vorhandenen Holzes, Besitzart, Baumartenzusammensetzung, Waldaufbau und die Menge abgestorbener Bäume erhoben.

Detailinformationen zur BWI sowie eine ausführliche Infobroschüre zum Download gibt es unter www.bundeswaldinventur.bayern.de.

Weitere Informationen:

http://www.bundeswaldinventur.bayern.de

Johann Seidl | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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