Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bewässerung per Online-Empfehlung

19.03.2013
Am 22. März 2013 ist Weltwassertag. Nach den Angaben des Umweltbundesamtes gehen rund 70 Prozent des Wasserverbrauchs auf die Landwirtschaft zurück. Die Forschung für optimierte Bewässerungsstrategien ist daher ein wichtiges Feld. Es wird entwickelt und getestet – von Bewässerungsempfehlungen per App über Online-Vorhersagen bis hin zu Bodensensoren.

Verdunstungsdaten auf dem Smartphone

Mit mobilen Bewässerungsempfehlungen beschäftigt sich ein Projekt der Hochschule Geisenheim in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst und Helm-Software. Die Wissenschaftler arbeiten an der Bewässerungssteuerung für Feldgemüse. Als Grundlage für mobile Bewässerungsempfehlungen über eine Smartphone-App dienen die Verdunstungsdaten der Pflanzen.

Diese Daten werden vom Deutschen Wetterdienst individuell bereitgestellt und sollen Gemüsebauern in Deutschland zukünftig als Grundlage für zuverlässige Bewässerungsempfehlungen dienen. Mit diesem, von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung koordinierten Projekt wird die gemüsebauliche Bewässerungsteuerung anwendungsfreundlicher und ressourcenschonender.

Online-Modelle für weniger Nutzwassereinsatz

Das Internet macht sich auch ein weiteres Forschungsprojekt zu Nutze, das von der europäischen Initiative zur Gemeinsamen Programmplanung im Bereich Landwirtschaft, Ernährungssicherung und Klimawandel (FACCE-JPI) koordiniert wird. Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich optimieren in dem zweijährigen Projekt Modelle zur gezielten Online-Vorhersage für die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen. Einzelne Komponenten wie kurzzeitliche meteorologische Bedingungen, Bodenwasserstatus und Pflanzenwachstum werden in der Entwicklung berücksichtigt.

Bodensensor ermittelt Wasserbedarf an der Pflanze

Nicht online, aber auch elektronisch funktioniert der in einem Verbundprojekt entwickelte Bodensensor, der den Wasserbedarf direkt an der Pflanzenwurzel ermittelt. Signal für den Sensor ist der CO2-Ausstoß der Pflanze. Die Messdaten werden über ein Funkmodul aus dem Boden an eine Zentraleinheit übermittelt. Diese verarbeitet die Werte und steuert bedarfsgerecht direkt die Bewässerungsanlage an. Die Praxistauglichkeit wird während der Entwicklung mit Feldversuchen im Obst- und Weinanbau sowie bei einjährigen landwirtschaftlichen Kulturen getestet. Das Projekt wird von STEP Systems GmbH, Hochschule Mannheim und Universität Hohenheim durchgeführt. Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert das Projekt ebenfalls über die BLE.

Vorhandenes verbessern: Intensive Beratung für Betriebe

Mit dem bundesweiten Modellvorhaben "Demonstrationsbetriebe Effizienzsteigerung der Bewässerungstechnik und des Bewässerungsmanagements im Freilandgemüsebau" fördert das Bundeslandwirtschaftsministerium über die BLE als Projektträgerin den verbesserten Wassereinsatz direkt in den Betrieben.

azu werden in ausgewählten Modellbetrieben zunächst die vorhandenen Bewässerungsverfahren im Freilandgemüsebau auf den Prüfstand gestellt und Lösungen zur Verbesserung des Wassermanagements gesucht. So wird im hessischen Ried das Verfahren der Tröpfchenbewässerung auf sein praxistaugliches Optimierungpotenzial untersucht. Begleitet werden diese Untersuchungen durch eine intensive vor Ort-Beratung von Bewässerungsexperten der zuständigen Institutionen in den Bundesländern.

Tassilo Frhr. v. Leoprechting | idw
Weitere Informationen:
http://www.ble.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Innovationen für eine nachhaltige Forstwirtschaft
06.12.2016 | Steinbeis-Europa-Zentrum

nachricht Die smarte klassische Landhausvilla
28.11.2016 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie