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Folsäuregehalt in der Milch

17.10.2007
Anreicherung des Milchviehfutters bringt nichts

Die Versorgung der Bevölkerung mit Folat ist weitgehend unzureichend. Gelingt es, Grundnahrungsmittel wie Brot und Milch mit Folsäure anzureichern, könnte die Versorgung mit diesem wichtigen Vitamin verbessert werden.

In der Schweiz wurde in einem Fütterungsversuch mit Milchkühen getestet, ob die Zugabe von folsäurereichen Futtermitteln zur normalen Ration den Folsäuregehalt in der Milch erhöht. In dem vierwöchigen Versuch erhielt eine Versuchsgruppe zusätzlich zur Standardration aus Heu und Futterrüben täglich 2 g synthetische Folsäure.

Eine weitere Versuchsgruppe erhielt Biertreber, Luzernewürfel, Bierhefe und Weizenkeime, die natürlicherweise reich an Folat sind. Weder die Anreicherung mit synthetischer Folsäure noch mit natürlichem Folat führte zu einer signifikant höheren Gesamtfolatkonzentration in der Milch.

Bei der mit folsäurereichen Futtermitteln gefütterten Kühen wurde in der Milch lediglich eine Folatfraktion (Tetrahydrofolat) in höherer Konzentration gefunden. Diese Versuchgruppe reagierte aber mit einer täglich höheren Futteraufnahme (+ 1kg Trockensubstanz) sowie mit einer um 2 kg höheren Tagesmilchproduktion.

Da sich die Folsäurekonzentration in der Milch durch Anreicherung des Futters nicht erhöhen ließ, wird dieser Versuchsansatz von den Schweizer Forschern nicht weiter verfolgt. Über die Versuche berichtet die Zeitschrift "Agrarforschung".

Renate Kessen | aid infodienst
Weitere Informationen:
http://www.alp.admin.ch/aktuell
http://www.aid.de

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