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BfN begrüßt enge internationale Zusammenarbeit von Naturschutz und Ökolandbau

07.03.2002


Auf dem vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) organisierten Workshop zum "Potenzial des Ökologischen Landbaus für die Biodiversität" in Warschau am 3. und 4. März wurde eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden wichtigsten weltweit agierenden Verbänden im Naturschutz IUCN (The World Conservation Union) und Ökologischen Landbau IFOAM (The International Federation of Organic Agricultural Movements) vereinbart. Dazu wurde die Einrichtung einer ständigen Arbeitsgruppe zum Thema Naturschutz und Ökologischer Landbau empfohlen.

"Dies ist ein wichtiger Schritt für den Naturschutz und den Ökologischen Landbau", sagte der Präsident des BfN, Prof. Dr. Hartmut Vogtmann. "Allzu lange wurden die positiven Leistungen des Ökologischen Landbaus für den Naturschutz von den internationalen Naturschutzorganisationen nicht ausreichend wahrgenommen. Mit den gemeinsam in Warschau erarbeiteten Empfehlungen an die Weltnaturschutzorganisation ist ein Durchbruch bei der Anerkennung der positiven Leistungen des Ökologischen Landbaus für den Naturschutz durch die IUCN zu beiderseitigem Nutzen gelungen. Denn ohne naturgerecht wirtschaftende Landwirtinnen und Landwirte ist ein flächendeckender Naturschutz und der Erhalt der biologischen Vielfalt nicht möglich. Die Kräfte müssen gebündelt werden."

Sowohl auf dem Workshop als auch auf der internationalen Konferenz "Ökologischer Landbau in einer erweiterten Europäischen Union" wurden die positiven Leistungen des Ökologischen Landbaus für den Naturschutz und die besondere Bedeutung des Ökolandbaus bei der weiteren Entwicklung der Landwirtschaft dargestellt.

"Für die Entwicklung einer weltweiten nachhaltigen Landwirtschaft war es unbedingt notwendig, die Akteure des Ökologischen Landbaus und des Naturschutzes zusammen zu bringen und eine effektive Zusammenarbeit zu diskutieren. Dies ist uns mit unserem Workshop gelungen. Das Feld der weiteren Entwicklung der Landwirtschaft darf nicht der konventionellen Agrarindustrie und den Gentechnikfirmen allein überlassen werden. Es ist unbedingt notwendig, dass sich der Naturschutz aktiv in diesen Prozess einmischt, um weitere Fehlentwicklungen zu unterbinden. Mit dem Ökologischen Landbau hat er dabei nun einen hervorragenden Partner. Denn zukünftig müssen sich die Landwirte bei ihrer Produktion mehr um die Wünsche der Gesellschaft kümmern. Dies sind Leistungen, die von der Gesellschaft dann auch gerne honoriert werden", sagte Vogtmann. Dazu gehört nach Ansicht der Experten auch der Verzicht auf den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen (GVO). Ein Nebeneinander von Ökologischem Landbau und GVO sei nicht möglich und von der Gesellschaft auch nicht gewollt.

Franz August Emde | idw

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