Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unterstützung für Europas Olivenmarkt

20.04.2007
Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven (ttz) koordiniert Olivenprojekt "INASOOP" zur Verbesserung von Produktionsbedingungen EU-weit

Olivenöl wird längst nicht mehr nur noch im Sommerurlaub in mediterranen Ländern von den Deutschen verzehrt. Der gepresste Olivensaft und Oliven aller Couleur werden zunehmend von den Nordeuropäern nachgefragt. Geschmack und gesundheitsfördernde Aspekte spielen dabei eine zentrale Rolle. Rund 12.000 Olivenmühlen produzieren in der Mittelmeerregion das beliebte Öl. Bei der Produktion fallen hierbei jährlich rund 10 Millionen Tonnen Reststoffe und Abwässer an. Die umweltfreundliche Entsorgung dieser Überreste stellt viele Olivenmühlenbetreiber vor neue Herausforderungen. Im EU-Projekt INASOOP (Integrated Approach to Sustainable Olive Oil and Table Olives Production) beschäftigen sich ttz-Wissenschaftler gemeinsam mit Forschungs- und Industriepartnern aus fünf Ländern mit der fachgerechten Entsorgung von Olivenüberresten.

Bremerhaven, April 2007. Mit rund 9,7 Millionen Tonnen Oliven liegt Europa weltweit an der Spitze bei der Olivenproduktion. Insbesondere in den Ländern Spanien, Italien und Griechenland werden fast 80 Prozent der weltweiten Produktion hergestellt.

Im Gegensatz zu den gesundheitsfördernden Eigenschaften von Oliven und Olivenöl stehen die extrem umweltgefährdenden Reststoffe und Abwässer, die bei der Olivenölproduktion anfallen. Verstärkte EU-Umweltauflagen und außereuropäische Konkurrenz stellen die Olivenfirmen vor die Herausforderung einerseits preiswert und andererseits umweltgerecht zu produzieren.

In dem 2004 gestarteten EU-Projekt INASOOP erhalten die meist kleinen und mittelständischen Unternehmen nun finanzielle und technologische Unterstützung bei der Umsetzung der europäischen Umweltqualitätsstandards (EQS). Die Überreste wurden bisher oft in die Landschaft geleitet und dort sich selbst überlassen. Geruchsbelästigung, Verunreinigung der Böden und vieles mehr waren die Folge.

Gemeinsam mit dem Projektkonsortium, bestehend aus Verbänden, Produzenten, Entsorgern und weiteren Forschungspartnern hat das ttz Bremerhaven als Gesamtkoordinator zunächst in den unterschiedlichen Ländern die Problemfelder vor Ort analysiert. Nun werden gemeinsam Umwelt- und Qualitätsstandards erarbeitet. Aus diesen Richtlinien erstellen die Partner eine Anleitung, welche mit Unterstützung der Industrieverbände den Herstellern eine möglichst unkomplizierte Umsetzung ermöglichen soll. Diese umfasst zum Beispiel Maßnahmen zur Verringerung des Wasser- und Energieverbrauchs, die Aufnahme von neuartigen Technologien zur Abfallentsorgung und zur Verbesserung der Produktionsbedingungen.

In diesem Monat endet das Projekt. Neben der Verminderung der Umweltbelastung sollen die Maßnahmen zur Imageverbesserung der Produzenten beitragen und gleichzeitig den Produktwert und die Wettbewerbsfähigkeit steigern.

"Für alle europäischen Lebensmittelproduzenten ist es im Rahmen der Wettbewerbsfähigkeit nicht nur wichtig, die Produktionsbedingungen zu verbessern. Um sich langfristig gegenüber kostengünstigen außereuropäischen Produkten abheben zu können, müssen vor allem geschmacklich und qualitativ überzeugende Produkte hergestellt werden", erläutert Werner Mlodzianowski, Geschäftsführer des ttz Bremerhaven die Marktsituation für kleine und mittelständische Lebensmittelunternehmen in der EU.

Das Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven versteht sich als innovativer Forschungsdienstleister und betreibt anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet ein internationales Team ausgewiesener Experten in den Bereichen Lebensmitteltechnologie und Bioverfahrenstechnik, Analytik sowie Wasser-, Energie- und Landschaftsmanagement.

Kontakt:
Anke Janssen,
ttz Bremerhaven, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Tel.: 0471 / 4832-121/-124
FAX: 0471 / 4832-129
E-Mail: ajanssen@ttz-bremehaven.de

Anke Janssen | idw
Weitere Informationen:
http://www.inasoop.info
http://www.ttz-bremerhaven.de

Weitere Berichte zu: Oliven Produktionsbedingung Wettbewerbsfähigkeit Überreste

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Erstmals Studie zu Hai- und Rochenarten in deutschen Meeren
19.04.2017 | Bundesamt für Naturschutz

nachricht Wenn Städte immer mehr an Boden gewinnen: Wie gelingt Land- und Gartenbau südlich der Sahara?
11.04.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für Netzleittechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact beteiligt sich an Berliner Start-up Unternehmen für Energiemanagement

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für industrielle Kommunikationstechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung