Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mobile Arbeitsmaschinen in der Landwirtschaft effizienter einsetzen

07.03.2007
Ein Teleservice-System für miobile Landmaschinen, das von einem Institut der Technischen Universität Braunschweig entwickelt wird, informiert über anstehende Werkstattbesuche.

Die immer leistungsfähigeren Maschinen kommen in der Landwirtschaft oft nur an wenigen Tagen im Jahr bei der Ernte zum Einsatz. Wenn es an diesen Tagen zu Ausfallzeiten kommt, verursachen diese hohe Kosten, da oft eine teure Logistikkette zur Weiterverarbeitung nachgeschaltet ist.

Um einen reibungslosen Einsatz der mobilen Arbeitsmaschinen in der Landwirtschaft zu ermöglichen, entwickeln Mitarbeiter des Instituts für Landmaschinen und Fluidtechnik der Technischen Universität Braunschweig ein Instandhaltungsmanagement, das eine schnelle und effiziente Fehlerdiagnose ermöglicht, um Störfälle rasch beheben zu können. Unter anderem wird angezeigt, wann ein Ölwechsel fällig wird. Diese zustandsabhängige Instandhaltung schöpft das Potenzial von Verschleißteilen voll aus und verringert die Ausfallzeiten. So genannte Teleservice-Systeme übertragen zusätzlich auch Maschinen- und Prozessdaten, die ausgewertet werden, und dann zur Leistungssteigerung zum Beispiel zur Optimierung der Wendezeiten beitragen.

Die Aufgabe des Instituts für Landmaschinen und Fluidtechnik ist das Datenmanagement. Dazu wurde das Cockpit eines Versuchstraktors mit einem Computer und Sensoren ausgestattet, mit denen die Prozessdaten erfasst und automatisch übertragen werden. Aus der Vielzahl der Daten muss eine intelligente Analyse und Auswertung vorgenommen werden. "Wir entwickeln Verfahren zur Reduzierung der übertragenden Datenmengen und filtern Störungen und Fehler mit hoher Priorität heraus, beschreibt Dipl.-Ing. Thomas Göres die Aufgabe.

Ziel ist es, die Ergebnisse auf verschiedene Systeme nicht nur auf verschiedene mobile Arbeitsmaschinen zu übertragen. " An dem Teleservice-System haben Automobilhersteller für ihre Testfahrzeuge und für Luxusfahrzeuge bereits Interesse angemeldet", so Prof. Dr. Hans-Heinrich Harms, Leiter des Instituts für Landmaschinen und Fluidtechnik.

Das Forschungsprojekt wird bis zum Frühjahr 2009 mit einem Gesamtvolumen von etwa zwei Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Das Institut für Landmaschinen und Fluidtechnik kooperiert im Rahmen des Projekts mit den beiden Landtechnikunternehmen Claas und Grimme und dem Braunschweiger Software Unternehmen Lineas. "Ziel ist es mit Unterstützung unser Partner, dass wir am Ende des Projekts die Marktreife des Produkts erreichen", so Prof. Harms.

Kontakt:
Prof. Dr. Hans-Heinrich Harms
Tel.: 0531/391-2670
E-Mail: h.harms@tu-braunschweig.de
Thomas Göres
Tel.: 0531/391-7191
E-Mail: t.goeres@tu-braunschweig.de

Ulrike Rolf | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-braunschweig.de/

Weitere Berichte zu: Arbeitsmaschinen Landmaschinen Landwirtschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Klimawandel – die Tanne sticht Fichte und Buche aus
10.08.2017 | Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL

nachricht Feuerbrand bekämpfen und Salmonellen nachweisen
14.06.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik