Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wertprüfung von neuen Maissorten

28.02.2007
Im Auftrag und unter Verantwortung des Bundessortenamtes, Hannover, wird das Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung I der Justus-Liebig-Universität Gießen unter Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Friedt im Rahmen der jährlich durchgeführten Sortenprüfungen ("Wertprüfungen") mit verschiedenen landwirtschaftlichen Kulturen in diesem Jahr Wertprüfungen mit über 60 Maissorten durchführen.

Darunter befinden sich auch acht gentechnisch veränderte Sorten (GVO). Die darin verwendete gentechnische Eigenschaft ist bereits von der EU genehmigt und in Verkehr gebracht worden.

Wertprüfungen werden jährlich an zahlreichen Standorten im Bundesgebiet durchgeführt und dienen dazu, die wesentlichen Anbau- und Verwertungseigenschaften von so genannten Sortenkandidaten festzustellen. Wegen der unterschiedlichen Standortgegebenheiten müssen Wertprüfungen des Bundessortenamtes an zahlreichen Orten im gesamten Bundesgebiet erfolgen. Nur die besten Neuzüchtungen werden als Ergebnis dieser Wertprüfungen in Deutschland dann zugelassen.

Die acht GVO, die auf zwei Lehr- und Forschungsstationen des Instituts für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung I getestet werden, sollen resistent sein gegen die Larven des Maiszünslers, die im hiesigen Maisanbau gravierende Schäden verursachen können. Dadurch kann beim Maisanbau auf den Einsatz von chemischem Pflanzenschutz mit synthetischen Insektiziden weitgehend verzichtet werden.

Das Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung I führt im Rahmen dieser Tests umfangreiche Untersuchungen der wichtigsten pflanzlichen Eigenschaften durch, bezogen u.a. auf die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge, auf den Ertrag und die Qualität. Verantwortlicher Betreiber im Sinne des Gentechnikgesetzes ist das Bundessortenamt als Bundesoberbehörde, mit dem das Institut der Universität Gießen bereits seit Jahrzehnten zusammenarbeitet.

Das Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung I wird selbstverständlich seiner Verpflichtung zu guter fachlicher Praxis nachkommen u.a. durch angemessene Abstände der Felder zu benachbarten Grundstücken, sachgerechte Lagerung und Transport sowie die Vermeidung von Vermischung mit herkömmlichem Saatgut. Außerdem wird auch erwogen, die männlichen Blütenstände der gentechnisch veränderten Maispflanzen zu entfernen ("Kastration"), um so Pollenflug und Auskreuzung auszuschließen.

Christel Lauterbach | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-giessen.de/

Weitere Berichte zu: Maissorten Pflanzenbau Pflanzenzüchtung Wertprüfung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Elefanten-Herpes: Super-Verbreiter gefährden Jungtiere
04.05.2017 | Universität Zürich

nachricht Wurmmittel für Weidetiere können die Keimung von Pflanzensamen beeinflussen
27.04.2017 | Universität Trier

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten