Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gegen Hunger und Armut

20.12.2006
Uni Kassel startet Forschungsvorhaben zur Verbesserung der Urbanen Landwirtschaft im westlichen Afrika

Ackerbau und Viehzucht - in Europa typisch für das "platte Land" - sind in Afrikas rasch wachsenden Städten eine wichtige Einkommens- und Ernährungsquelle speziell für die arme Bevölkerung. Obwohl Afrika reich ist an natürlichen Ressourcen, prägen Hunger und Armut die gesellschaftliche Wirklichkeit vieler Länder südlich der Sahara.

Mit einem 1,9 Millionen Euro umfassenden Förderprogramm will die Volkswagenstiftung dazu beitragen, die Effizienz und Nachhaltigkeit der Landwirtschaft in diesen Ländern zu verbessern. Den größten Betrag daraus erhält ein Projekt der Universität Kassel. Mehr als 450.000 Euro gehen an den Witzenhäuser Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften, an dem unter der Leitung von Prof. Dr. Eva Schlecht und Prof. Dr. Andreas Bürkert die Chancen und Möglichkeiten einer verbesserten Nahrungsmittelproduktion speziell in der städtischen Landwirtschaft untersucht werden sollen.

Mit Bürkert und Schlecht hat sich ein Team aus einem Pflanzenbauwissenschaftler und einer Spezialistin für Tierhaltung in tropischen und subtropischen Gebieten zusammengefunden und einen interdisziplinären Forschungsansatz formuliert. Wie können Tierhaltung und Pflanzenbau unter tropischen Bedingungen in einem städtischen Umfeld optimal so aufeinander abgestimmt werden, dass qualitativ hochwertige Produkte auf den Markt gebracht werden können? In drei Städten, nämlich in Kano (Nigeria), Bobo Dioulasso (Burkina Faso) und Sikasso (Mali) wird untersucht, wie Ressourcen in der städtischen Landwirtschaft effizienter genutzt werden können, in welcher Weise Tierhaltung und Pflanzenproduktion vernetzt sind, und welche Synergien, aber auch welche potentiellen Gefahren daraus erwachsen, etwa durch die Kontamination von Gemüse mit Fäkalkeimen.

... mehr zu:
»Hunger und Armut »Tierhaltung

Partner der Universität Kassel, von der auch das von Prof. Dr. Oliver Hensel geleitete Fachgebiet Agrartechnik am Projekt beteiligt ist, sind dabei Universitäten aus Belgien und den Niederlanden sowie Universitäten und Forschungszentren in Kenia, Nigeria, Burkina Faso und Mali. Sechs afrikanische Doktoranden werden aus dem Stiftungstopf bezahlt. Sie werden nicht nur die Forschungsarbeiten vor Ort durchführen, sondern dazu beitragen, dass "Know How" vor Ort entwickelt und verankert wird.

Die Aspekte der nachhaltigen Nutzung und die Verbindung ökonomischer mit ökologischen Fragestellungen standen für die Volkswagenstiftung bei dem Vorhaben im Vordergrund. Mit dem Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften hat sie dabei einen Partner gefunden, der auf diese Themen spezialisiert ist und gleichzeitig über langjährige Kenntnisse und Erfahrungen mit tropischer und subtropischer Landwirtschaft verfügt.

Info
Universität Kassel
Fachbereich Ökologisch Agrarwissenschaften
Steinstraße 19
37213 Witzenhausen
Prof. Dr. Andreas Bürkert
tel (05542) 98 1228/-1229
Prof. Dr. Eva Schlecht
tel (05542) 98-1201/-1229

Ingrid Hildebrand | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-kassel.de
http://www.uni-kassel.de/presse/online/bilder/schafstall.jpg

Weitere Berichte zu: Hunger und Armut Tierhaltung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Feuerbrand bekämpfen und Salmonellen nachweisen
14.06.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Das Potenzial nichtheimischer Baumarten für den forstlichen Anbau in Deutschland sachlich prüfen
14.06.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

Recherche-Reise zum European XFEL und DESY nach Hamburg

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Lupinen beim Trinken zugeschaut – erstmals 3D-Aufnahmen vom Wassertransport zu Wurzeln

24.07.2017 | Biowissenschaften Chemie