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Pflanzenbau / Optimale Stickstoffdüngung für Winterraps

17.01.2002


Mit Stickstoff kann bei Raps der Ertrag gesteigert werden. Bei Versuchen über sieben Jahre, die der Fachbereich Bodenkultur und Landwirtschaft der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft durchführte, lagen die Stickstoff-Optima auf Löss- und Verwitterungsböden bei 200 kg Stickstoff pro Hektar und auf Diluvial-Böden bei 180 kg Stickstoff pro Hektar.

Auf Grund der geringen Stickstoff-Abschöpfung waren optimale Erträge mit Stickstoff-Positivsalden von 56 bis 88 kg pro Hektar verbunden. Die Stickstoffmengen, die über die jeweiligen Stickstoff-Optima hinausgingen, ließen die Stickstoffreste nach der Ernte stark ansteigen.

Die Ergebnisse führten zu folgenden Schlussfolgerungen, wie Stickstoffverluste nach der Rapsernte vermindert werden können: 

  • Erstens ist eine bedarfsgerechte Stickstoff-Düngung unter Beachtung des Ertragsniveaus von Vorteil, 

  • zweitens sollte die Bodenbearbeitungsintensität nach der Ernte reduziert sein und 

  • drittens bewirkt eine zeitige Winterweizensaat eine stärkere Stickstoff-Konservierung. 

Raps weist bei der Stickstoff-Verwertung einige Besonderheiten auf, die bei der Düngung zu beachten sind. 

  • Nach der Aussaat bis zur Vegetationsruhe bindet Raps etwa 50 bis 80 kg Stickstoff pro Hektar in Biomasse und schützt damit Stickstoff vor eventueller Auswaschung. 

  • Sein hoher und zeitiger Stickstoffbedarf wird oft durch Stickstoff-Gaben bereits auf gefrorenen Boden gedeckt. 

  • Daher können bei derart frühen Düngungsterminen Stickstoff-Verluste durch Wasserabfluss, Auswaschung auf leichten Boden und Denitrifikation entstehen. 

  • Typisch für Raps ist seine außerordentlich starke Stickstoffaufnahme vom Frühjahr bis zur Blüte. 

  • In den geernteten Körnern steckt rund die Hälfte des in der Pflanze gebundenen Stickstoffs. 

  • In den Ernterückständen auf dem Feld verbleiben erhebliche Mengen des Stickstoffs und werden im Sommer und Herbst zu auswaschungsgefährdetem Stickstoff mineralisiert. 

  • Die klassische Nachfrucht Winterweizen kann bei Aussaatterminen Anfang Oktober einen Teil des Stickstoffs wieder binden.

Dr. Marion Morgner | aid-PresseInfo
Weitere Informationen:
http://www.aid.de

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