Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EU-Kampagne gegen Salmonellen - Maßnahmen sollen ab 2008 greifen

09.08.2006
Mit zwei neuen Verordnungen nimmt die EU den Kampf gegen Salmonellen in Geflügel und Eiern auf. Eine Verordnung sieht vor, dass ab 2008 die Zahl der mit Salmonellen infizierten Legehennen jährlich um mindestens zehn Prozent verringert wird, in Ländern mit höherem Salmonellenvorkommen bis zu 40 Prozent.

Die zweite Verordnung regelt die Einführung von neuen Methoden zur Bekämpfung von Salmonellen und sieht verpflichtende Impfungen in Ländern mit mehr als 10 Prozent Salmonellenprävalenz vor. Außerdem plant die Kommission ab 2010 ein Handelsverbot für Eier aus Beständen, die mit Salmonellen infiziert sind.

Salmonellen gehören zu den wichtigsten und gefährlichsten durch Lebensmittel übertragenen Krankheitserregern. Jährlich erkranken Tausende von Menschen an Salmonelleninfektionen, bei immungeschwächten Personen können diese zum Tod führen. Die EU möchte mit den geplanten Maßnahmen möglichst schnelle Erfolge erzielen. Angestrebt wird eine Verringerung des Salmonellenvorkommens auf einen Höchstwert von zwei Prozent und weniger. Die Zielwerte wurden von der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) festgelegt.

Mit der Verringerung des Salmonellenvorkommens in den Erzeugerbetrieben verringert sich das Risiko in der gesamten Lebensmittelkette und trägt zum Schutz des Verbrauchers bei. Der EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz Markos Kyprianou appeliert daher an alle Mitgliedstaaten, alles daran zu setzen, die von der EU gesteckten Ziele zu erreichen.

Erst kürzlich hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung Zahlen für Deutschland veröffentlicht. Danach waren in knapp 30 Prozent der großen Legehennenbetriebe Salmonellen nachgewiesen worden. Erste Auswertungen hatten gezeigt, dass besonders größere Betriebe mit mehr als 3 000 Legehennen und Käfighaltungen häufiger betroffen waren als kleinere Betriebe und solche mit Boden-, Volieren- und Freilandhaltung. Seit in Deutschland Pflichtimpfungen für Legehennen gelten, ist die Zahl der Salmonelleninfektionen kontinuierlich gesunken. Im vergangenen Jahr wurden noch 52 000 Fälle gemeldet.

Aber nicht nur der Erzeuger ist beim Kampf gegen Salmonellen gefragt. Auch die Verbraucher können sich vor Infektionen schützen, wenn sie einfache Hygieneregeln einhalten. Eier sollten zum Beispiel immer kühl gelagert, möglichst frisch verwendet und nur hart gekocht verzehrt werden. Aus Eiern hergestellte Speisen müssen ausreichend erhitzt werden und die Kontamination anderer Lebensmittel oder Gegenstände ist zu vermeiden.

Renate Kessen | aid infodienst
Weitere Informationen:
http://www.aid.de
http://www.was-wir-essen.de/abisz/eier_erzeugung_gesundheit.php
http://www.eu-kommission.de/html/presse/pressemeldung.asp?meldung=6504

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Brasilianische Rinder als Modelle für Hitzetoleranz im Dienste der Wissenschaft
24.05.2016 | Leibniz-Institut für Nutzierbiologie (FBN)

nachricht Mehr als 20 Jahre nach dem „Waldsterben“: Haben sich Wälder und Waldböden erholt?
20.05.2016 | Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit atomarer Präzision: Technologien für die übernächste Chipgeneration

Im Projekt »Beyond EUV« entwickeln die Fraunhofer-Institute für Lasertechnik ILT in Aachen und für angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena wesentliche Technologien zur Fertigung einer neuen Generation von Mikrochips mit EUV-Strahlung bei 6,7 nm. Die Strukturen sind dann kaum noch dicker als einzelne Atome und ermöglichen besonders hoch integrierte Schaltkreise zum Beispiel für Wearables oder gedankengesteuerte Prothesen.

Gordon Moore formulierte 1965 das später nach ihm benannte Gesetz, wonach sich alle ein bis zwei Jahre die Komplexität integrierter Schaltungen verdoppelt. Er...

Im Focus: Ein negatives Enzym liefert positive Resultate

In den letzten zwanzig Jahren hat die Chemie viele wichtige Instrumente und Verfahren für die Biologie hervorgebracht. Heute können wir Proteine herstellen, die in der Natur bisher nicht vorkommen. Es lassen sich Bilder von Ausschnitten lebender Zellen aufnehmen und sogar einzelne Zellen in lebendigen Tieren beobachten. Diese Woche haben zwei Forschungsgruppen der Universitäten Basel und Genf, die beide dem Nationalen Forschungsschwerpunkt Molecular Systems Engineering angehören, im Forschungsmagazin «ACS Central Science» präsentiert, wie man ein nicht-natürliches Protein designt, das völlig neue Fähigkeiten aufweist.

Proteine sind die Arbeitspferde jeder Zelle. Sie bestehen aus Aminosäurebausteinen, die als Kette verbunden sind, welche sich zu funktionalen Maschinen...

Im Focus: Atomic precision: technologies for the next-but-one generation of microchips

In the Beyond EUV project, the Fraunhofer Institutes for Laser Technology ILT in Aachen and for Applied Optics and Precision Engineering IOF in Jena are developing key technologies for the manufacture of a new generation of microchips using EUV radiation at a wavelength of 6.7 nm. The resulting structures are barely thicker than single atoms, and they make it possible to produce extremely integrated circuits for such items as wearables or mind-controlled prosthetic limbs.

In 1965 Gordon Moore formulated the law that came to be named after him, which states that the complexity of integrated circuits doubles every one to two...

Im Focus: FS POSEIDON startet zur 500. Expedition

Das am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel beheimatete Forschungsschiff POSEIDON startet diese Woche zu seiner 500. Expedition. Während der Jubiläumsfahrt untersuchen und kartieren Meeresgeologen des MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen den Kontinentalhang vor der südfranzösischen Hafenstadt Nizza. Ziel der Arbeiten ist es, die Gefahr von Hangrutschungen und letztendlich auch Tsunamis besser abschätzen zu können.

Am kommenden Mittwoch heißt es wieder einmal „Leinen los“ für die POSEIDON. Von Catania auf Sizilien aus nimmt das 60 Meter lange Forschungsschiff Kurs auf die...

Im Focus: Spinströme: Riesengroß und ultraschnell

Mit einer neuen Methode der TU Wien lassen sich extrem starke Spinströme herstellen. Sie sind wichtig für die Spintronik, die unsere herkömmliche Elektronik ablösen könnte.

In unseren Computerchips wird Information in Form von elektrischer Ladung übertragen. Elektronen oder andere Ladungsträger werden von einem Ort zum anderen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

„Zukunftsforum Assekuranz“ 2016 am 21. und 22. Juni 2016 in Köln

24.05.2016 | Veranstaltungen

Chemische Biologie im Fokus

24.05.2016 | Veranstaltungen

Innovationen für Laserexperten und Anwender - Universität Stuttgart bei Stuttgarter Lasertagen 2016

24.05.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neuartige Terahertz-Quelle: kompakt und kostensparend

24.05.2016 | Physik Astronomie

Baufritz-Musterhaus „NaturDesign“ übt sich in Understatement: Gesundes Wohnen mit Stil

24.05.2016 | Architektur Bauwesen

„Zukunftsforum Assekuranz“ 2016 am 21. und 22. Juni 2016 in Köln

24.05.2016 | Veranstaltungsnachrichten