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Trockenwerke produzieren sicheres Futter

30.06.2006
Gute Nachricht für Verbraucher: Die Futtermittel aus den Grünfutter-Trocknungsanlagen Ostdeutschlands sind sicher und hochwertig. Das ist das Ergebnis eines Experten-Workshops, zu dem das Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. (ATB) nach der futtermittelrechtlichen Begutachtung der Trockenwerke eingeladen hatte.

Trockengrün etwa aus Luzerne, Klee oder Kleegras wird wegen seiner leichten Verdaulichkeit und wertvollen Inhaltsstoffe gezielt zur Gesunderhaltung der Tiere in den langen Wintermonaten, beispielsweise in der Milchviehhaltung, eingesetzt.

Noch 2002 alarmierten jedoch Meldungen über erhöhte Dioxingehalte in Futtermittelproben die Verbraucher. Diese Schadstoffe können über kontaminierte Futtermittel, das an Tiere verfüttert wird, in die Nahrungskette gelangen. Sie sind dann in den tierischen Lebensmitteln, beispielsweise Milch, Fleisch oder Eiern, enthalten. Nach heutiger Erkenntnis waren die damals gefundenen erhöhten Dioxingehalte auf die Verwendung nicht genehmigter Brennstoffe zurück zu führen. Der Gesetzgeber reagierte mit einer Verschärfung des Futtermittelrechts. Danach müssen Trocknungsanlagen, in denen Grünfutter unter direkter Einwirkung der Verbrennungsgase getrocknet wird, bei der zuständigen Behörde registriert sein. Darüber hinaus unterliegen sie einer strengen Begutachtung durch Sachverständige.

Zum Thema Qualitätssicherung bei der Grünfuttertrocknung hatte das ATB im Juni Akteure aus Politik, Forschung und Praxis zu einem Workshop nach Potsdam-Bornim geladen.

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Die Experten zogen dabei eine positive Bilanz: Es wurden bereits zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Futterqualität in die Praxis umgesetzt. In keinem Fall sind im Produktionszeitraum 2003 bis 2005 die zulässigen Grenzwerte für unerwünschte Stoffe wie Arsen, Blei, Cadmium und Dioxine überschritten worden. Darin wird deutlich, dass bei ordnungsgemäßem Anlagenbetrieb Futtermittel bei direkter Trocknung auch unter Einsatz fester Brennstoffe qualitätsgerecht hergestellt werden können.

Dr. Ingrid Höhn vom Brandenburgischen Landwirtschaftsministerium (MLUV) regte an, die vorhandenen Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnisse in allgemeine Leitlinien zur technischen Umsetzung des Futtermittelrechts in der Grünfuttertrocknung einfließen zu lassen. Das Potsdamer Agrartechnikinstitut wird sich dieser Aufgabe widmen.

Kontakt: Dr. Jochen Mellmann
Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V.
Max-Eyth-Allee 100, 14469 Potsdam
Tel.: 0331 5699 - 321
E-Mail: jmellmann@atb-potsdam.de

Helene Foltan | idw
Weitere Informationen:
http://www.atb-potsdam.de

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