Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Waldschäden immer noch auf hohem Niveau

17.12.2001


Die Waldschäden in Deutschland sind nach wie vor zu hoch, der Zustand der Waldböden ist besorgniserregend und das gesamte Ökosystem Wald bleibt instabil. Der diesjährige Waldschadensbericht zeigt nach Auffassung des Präsidenten des Bundesamtes für Naturschutz Prof. Dr. Hartmut Vogtmann, dass die Gefährdung des Ökosystems Wald zu Unrecht aus den Schlagzeilen geraten ist. "Gerade für den Naturschutz ist der Zustand unserer Wälder einer der wichtigsten Gradmesser, hier müssen wir weiterhin alle Anstrengungen für eine Verbesserung unternehmen", so Vogtmann.

Insbesondere der Zustand der Waldböden macht den Naturschützern Sorge, da über 80 % der Waldböden tiefgreifend versauert sind. Damit setzen sie nicht nur der Flora und Fauna im Wald schwer zu, sondern bringen auch Gefahren für das Grund- und Trinkwasser mit sich. Vogtmann erinnerte auch daran, dass gerade die für den Naturschutz aber auch für die Stabilität des Waldes und die Rentabilität der Forstwirtschaft entscheidenden älteren Bäume schwer geschädigt sind. "Wenn ca. 40% der Buchen über 60 Jahre deutliche Schäden aufweisen, dann ist das ein Alarmsignal für die biologische Vielfalt in unseren Wäldern", warnte der BfN-Präsident.

Darüber hinaus forderte Vogtmann eine noch stärkere Förderung für den Aufbau von naturnah bewirtschafteten Wäldern mit überwiegend standortheimischen Baumarten. In diesem Zusammenhang lobte Professor Vogtmann den Waldzustandsbericht des BMVEL, der hier deutliche Verbesserungen gegenüber den Vorgängerberichten zeigt. "Auch die Ergebnisse des ersten Deutschen Waldgipfels und das neue Naturschutzgesetz haben unter anderem mit ihren Vorschlägen für die gute fachliche Praxis in der Forstwirtschaft den Weg in die richtige Richtung gewiesen", sagte Vogtmann. Nun müssten die Mittel für entsprechende Förderprogramme erhöht werden, um dem Wald und der Forstwirtschaft unter die Arme zu greifen.

Franz August Emde | idw

Weitere Berichte zu: Forstwirtschaft Waldböden Waldschäden Ökosystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Kaskadennutzung auch bei Holz positiv
11.12.2017 | Technische Universität München

nachricht Warum pflanzt man Bäume auf dem Acker?
29.11.2017 | Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften