Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltneuheit: "Sensible" Landmaschine lockert Boden nach Bedarf

17.07.2000


Technische Zeichnung des neu entwickelten

Kreiselgrubbers.


Die computergesteuerte

Bodenbearbeitungsmaschine stieß bei den DLG-Feldtagen auf reges

Interesse.


Innovationen durch Verbundprojekt "pre agro"

Wissenschaftler des Instituts für Betriebstechnik und

Bauforschung der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig haben zusammen mit dem Landmaschinenhersteller Amazonen-Werke eine "Vorlockerer-Kreiselgrubber-Kombination" entwickelt, die den Boden innerhalb eines Ackerschlages immer so tief bearbeitet, wie es die kleinräumigen Gegebenheiten gerade erfordern (precision agriculture). Auf den diesjährigen DLG-Feldtagen in Rottmersleben bei Magdeburg wurde ein Prototyp des Geräts erstmals einem größeren Fachpublikum vorgestellt.

Die Besucher der DLG-Feldtage erwartete eine Weltneuheit: Die Maschinen-Kombination für ortsspezifische Bodenbearbeitung erlaubt - gesteuert vom Bordterminal des Traktors - eine gezielte Veränderung der Arbeitstiefe von 8-25 cm. Bislang konnten die Landwirte den Boden nur mit einer starren, fest eingestellten Arbeitstiefe bearbeiten - ein Nachteil besonders auf großen, uneinheitlichen Flächen hinsichtlich Kraftstoffverbrauch und Bodenschonung. Mit dem vorgestellten Gerät lassen sich zum Beispiel Zonen mit Bodenverdichtungen individuell tiefer bearbeiten. Möglich wird die Neuerung durch computerlesbare Anweisungskarten, die auf Daten der Reichsbodenschätzung, bodenphysikalischen Kennwerten sowie Relief-Informationen basieren.

Zusammen mit dem Gerät wurde ein vom Zentrum für Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung (ZALF) in Müncheberg entwickeltes Konzept zur Berechnung einer standortangepassten Saatmenge vorgestellt, das von der Firma Agricon softwaremäßig umgesetzt wurde. Nachdem innerhalb großer Ackerschläge die Düngung bereits mit modernster, satellitengestützter Technik ortsdifferenziert vorgenommen werden kann, wird dies jetzt auch für die Bodenbearbeitung und Aussaat möglich werden.

Die Maschinen-Kombination wie auch das Softwaremodul zur Aussaatmenge sind Ergebnisse des vom ZALF koordinierten Verbundprojektes "pre agro". Ziel dieses Projektes ist es, ein Managementsystem für ortsspezifischen Pflanzenbau zu entwickeln, das ökonomische und ökologische Ziele der Landbewirtschaftung miteinander verbindet. Der Hintergrund: In der Landwirtschaft können bereits kleinräumig auftretende Standortunterschiede zu großen Ertrags- und Qualitätsunterschieden führen. Durch Berücksichtigung der kleinräumigen Standortgegebenheiten sollen die vorhandenen Ertragspotenziale besser ausschöpft werden und gleichzeitig örtlich unwirtschaftlich hohe Saat- und Düngermengen sowie Pflanzenschutzmitteleinsätze sowie unnötig intensive Bodeneingriffe vermieden werden. Umgesetzt in Softwareprodukte versetzen die Ergebnisse den Landwirt in die Lage, die Bewirtschaftung optimal auf die jeweiligen Teilflächen innerhalb seiner Felder abzustimmen. Gefördert wird das "pre agro"-Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Um Belegexemplar wird gebeten

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Dr. Michael Welling |

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Neue Strategie zur Kupferreduktion im Pflanzenschutz entwickelt
21.02.2018 | Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

nachricht Da haben wir den Salat: Erste Ernte aus aufbereitetem Abwasser im Forschungsprojekt HypoWave
20.02.2018 | ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert

21.02.2018 | Messenachrichten

Mit grüner Chemie gegen Malaria

21.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro

21.02.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics