Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Anbau traditioneller Gemüsesorten im östlichen und südlichen Afrika

31.05.2006
Agrarwissenschaftliches Projekt: Erhalt der Vielfalt und Entwicklung neuer Anbaustrategien

Die Vielfalt traditioneller Gemüsesorten zu erhalten und ihren Anbau im östlichen und südlichen Afrika zu fördern, ist Anliegen eines internationalen Forschungsprojektes, an dem Wissenschaftler des Departments für Nutzpflanzenwissenschaften der Universität Göttingen beteiligt sind: Die von Dr. Brigitte Maass geleitete Arbeitsgruppe "Agrobiodiversität und Pflanzengenetische Ressourcen in den Tropen" betreut afrikanische Studierende, die an der Göttinger Fakultät für Agrarwissenschaften ausgebildet werden, und untersucht im Rahmen von Master- und Doktorarbeiten Möglichkeiten zum Schutz bedrohter lokaler Kulturpflanzen. Das Kooperationsprojekt mit dem Weltgemüsezentrum AVRDC wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. Das Ministerium stellt für die zweite Projektphase von März 2006 bis 2009 Fördermittel in Höhe von rund einer Million Euro zur Verfügung. Partnerländer sind Tansania, Ruanda, Malawi und Uganda.

"In vielen Ländern Afrikas ist die Ernährungssituation durch einen Mangel an lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen gekennzeichnet, insbesondere bei Frauen und Kindern. Der verstärkte Anbau und Konsum von Gemüse kann die oft stärkelastige Ernährung deutlich verbessern", betont Dr. Maass. "Unsere bisherigen Studien haben deutlich gemacht, wie groß die Vielfalt traditioneller Gemüsearten tatsächlich ist. Die Kenntnis über diese Pflanzen und ihre Nutzung nimmt jedoch stetig ab, weil immer mehr Menschen die ländlichen Regionen verlassen oder versuchen, ihren Lebensstil westlichen Vorbildern anzupassen. Durch den damit verbundenen Wechsel der Ernährungsweise, auch nutrition transition genannt, entsteht eine doppelte Belastung durch Fehlernährung, und zwar sowohl durch Unter- als auch durch Überernährung", erläutert die Göttinger Wissenschaftlerin. Mit ihrem Team begleitet sie afrikanische Studierende, die an der Georg-August-Universität den Masterstudiengang "Tropical and International Agriculture" besuchen. Zudem untersuchen die Projektmitarbeiter in Master- und Doktorarbeiten die Gefährdung der vernachlässigten Kulturpflanzen durch genetische Erosion und entwickeln neue Anbaustrategien. "Auf diese Weise lässt sich nicht nur die Ernährungslage der Bevölkerung verbessern, sondern auch die bestehende Agro-Biodiversität erhalten", so Dr. Maass.

Kontaktadresse:
Dr. Brigitte Maass
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Agrarwissenschaften
Department für Nutzpflanzenwissenschaften
Grisebachstraße 6, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-3750, Fax (0551) 39-3759
e-mail: bmaass@gwdg.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.tropical-resources.uni-goettingen.de

Weitere Berichte zu: Anbau Gemüsesorten Kulturpflanze

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Bürgerforschungsprojekt SAIN: Urban Farming gemeinsam voranbringen
18.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Projekt "HorseVetMed": Forscher entwickeln innovatives Sensorsystem zur Tierdiagnostik
17.01.2018 | Universität Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie