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Bienensterben nimmt bedrohliche Ausmaße an - zu wenig blühende Pflanzen

24.05.2006
"Es gibt keine Maikäfer mehr." sang einst Reinhard Mey. Doch während es davon in Südhessen inzwischen viel zu viele gibt, könnte es bald heißen "Es gibt keine Honigbienen mehr!". Denn das Massensterben unserer Honigbienen (Apis melifera) nimmt inzwischen bedrohliche Ausmaße an. In manchen Regionen haben bis zu 80 Prozent der Bienenvölker den Winter nicht überlebt, meldete kürzlich der Ökoverband Demeter.

Die Ursachen sind nicht geklärt. War es der lange und kalte Winter oder der zunehmende Befall mit der Varroamilbe? Offensichtlich sind die Bienen in ihrer Vitalität geschwächt. Konnte ein Bienenvolk vor 15 Jahren noch einen Befall mit 10 000 Varroamilben überleben, ist ein Befall mit 1 000 bis 2 000 Milben derzeit schon tödlich. Das macht eine häufigere Bekämpfung der Milben notwendig. Das Massensterben wird auch dem Mangel an blühenden Pflanzen und dem Einsatz von Insektiziden angelastet.

Der Fortbestand der Imkerei könne nur gesichert werden, wenn sowohl in der Agrarpolitik als auch in der Gesellschaft ein Umdenken einsetze, heißt es in einer Pressmitteilung von Demeter. Bienen produzieren nicht nur Honig, sie bestäuben vor allem die Blüten und sichern so Erträge - vor allem im Obstbau. Das Zoologische Institut in Greifswald wird in einem Pilotprojekt klären, ob zur Bestäubung der Obstbäume die Rote Mauerbiene geeignet ist. Diese würde aber keinen Honig erzeugen.

Renate Kessen | aid infodienst
Weitere Informationen:
http://www.aid.de
http://www.bluehende-landschaft.de
http://www.demeter.de/

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