Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Anbauchancen für Kulturheidelbeere in Brandenburg

13.09.2000


In Müncheberg optimieren Zentrum für Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung (ZALF) und Landesanstalt für Gartenbau (LfG) den Anbau der blauen Beeren für Brandenburgs Standortverhältnisse

Kommerzieller Anbau von Kulturheidelbeeren auf agrarischen Flächen verlangt Konzepte, die die Verhältnisse in einem Waldboden nachempfinden. Bei sachkundiger Bodenpflege können sich die für die Strauchwurzeln unverzichtbaren Bodenpilze gut entwickeln. Damit wird der Anbau der Kulturheidelbeere auf agrarischen Flächen des Landes Brandenburg umweltverträglich und wirtschaftlich möglich.

Die Heidelbeere gedeiht wie alle Ericaceen (z.B. auch die Besenheide) nur bei einer Verbindung von Pilzgeflechten mit ihren Wurzeln. Diese natürliche Symbiose wird bei der Aufzucht der ertragsstarken Kulturheidelbeersträucher in Baumschulen aufgebaut. Beim Anbau auf baumfreien Agrarflächen sind diese Pilze aber durch Mangel an organischer Bodensubstanz sowie durch falsche Düngung allerdings gefährdet. Langjährige, auf brandenburgische Standortverhältnisse bezogene Forschungen des ZALF gemeinsam mit der Abteilung Obstbau der LfG haben gezeigt, dass der märkische Sand bei Bewässerung und Zufuhr von Baumhackschnitzeln (Mulchauflage) gute Anbaueignung gewinnt.
Die bisher in Deutschland nur in Niedersachsen angebaute Kulturheidelbeere ist bei Beachtung der praxisrelevanten Anbauempfehlungen aus Müncheberg, wie Sortenwahl, Bestandesdichte, Düngung und Mulchauflage, auch für Brandenburg wirtschaftlich vielversprechend.
Bei der Nutzung von Landschaften ergeben sich Interessensüberschneidungen. Das ZALF erkennt solche Konflikte im Vorfeld und entwickelt Vermeidungs- bzw. Lösungsstrategien. Die Forschung zur standortgerechten Optimierung erfolgversprechender neuer Anbaufrüchte ist Teil dieser Aufgaben.

Das ZALF gehört zusammen mit 77 anderen außeruniversitären Forschungseinrichtungen zur Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V. (WGL). Das Spektrum der Leibiz-Institute ist breit und reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften und Museen mit angeschlossener Forschungsabteilung. Die Institute arbeiten nachfrageorientiert und interdisziplinär. Sie sind von überregionaler Bedeutung, betreiben Vorhaben im gesamtstaatlichen Interesse und werden deshalb von Bund und Ländern gemeinsam gefördert. Näheres unter: http://www.wgl.de.

Kontakt:
ZALF
Dr. Claus Dalchow
Tel.: (03 34 32) 82 202
Fax: (03 34 32) 82 223
e-mail cdalchow@zalf.de


Gerne liefern wir detaillierte Angaben zu Anbauempfehlungen auf der Grundlage von 7-jährigen praktischen Erfahrungen. Bildmaterial zu dem von der "Deutschen Bundesstiftung Umwelt" geförderten Projekt (1999-2002) kann ebenfalls angefordert werden.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Dr. Frank Stäudner |

Weitere Berichte zu: Anbau Anbauempfehlungen Standortverhältnisse ZALF

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Feuerbrand bekämpfen und Salmonellen nachweisen
14.06.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Das Potenzial nichtheimischer Baumarten für den forstlichen Anbau in Deutschland sachlich prüfen
14.06.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften