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Tag des Wassers verpflichtet zu mehr Naturschutz in und an Gewässern

21.03.2001


Der 22. März ist von den Vereinten Nationen zum "Tag des Wassers" erklärt worden. Dieses Jahr steht er unter dem Motto "Water for Health - Wasser und Gesundheit".
Sauberes Wasser ist ein
lebensnotwendiges Gut für Menschen und Tiere. Die schleichende und akute Verschmutzung unseres Wassers stellt eine Gefährdung für Mensch und Natur dar. "In unseren Wasserressourcen tickt eine Zeitbombe", erklärte Prof. Hartmut Vogtmann, Präsident des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), zum Tag des Wassers. "Um diese zu entschärfen müssen wir auch mehr Naturschutz an und in unseren Gewässern zulassen. Diese Naturschutzmaßnahmen wirken sowohl positiv auf die Wasserqualität als auch auf die Verfügbarkeit des Wassers."
Der BfN-Präsident wies auf die große Bedeutung der Auen entlang unserer Flüsse hin. "Gerade die letzten, noch intakten Auen an Rhein, Donau, Elbe und den anderen Strömen müssen auch zur Sicherung eines funktionierenden Wasserhaushaltes erhalten werden", so Vogtmann. Deshalb muss der Naturschutz bei den Ausbauplänen des Bundes und der Länder gebührend berücksichtigt werden.
Nach Ansicht des BfN ergeben sich aus der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) der Europäischen Union neue Impulse für mehr Naturschutz an und in Gewässern. Die Wasserrahmenrichtlinie ist im Dezember 2000 in Kraft getreten und stellt auf eine integrierte Bewirtschaftung der Gewässer von der Quelle bis zur Mündung ab. Dabei spielt auch der Schutz der direkt von den Gewässern abhängigen Lebensräumen und Arten eine Rolle. "Ziel der Wasserrahmenrichtlinie ist es, innerhalb von 15 Jahren alle Oberflächengewässer und das Grundwasser wieder näher an natürliche Bedingungen heranzuführen", erklärte Prof. Vogtmann.
Das BfN sieht in der WRRL ein geeignetes Instrument, für unsere Gewässer konkrete Verbesserungen zu erreichen. "Der Ausbau der Flüsse und die anhaltende Nähr- und Schadstoffbelastung der Gewässer stehen im Widerspruch zu den Zielen der WRRL und zum heutigen Tag des Wassers," so Prof. Vogtmann abschließend.

Franz August Emde | idw

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