Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ein Computerprogramm des ATB zur besseren Qualitätskontrolle bei Obst, Gemüse und Kartoffeln

08.02.2001


Gesünder ernähren durch bessere Qualitätskontrolle bei Obst, Gemüse und Speisekartoffeln - Ein Computerprogramm des Institutes für Agrartechnik Bornim (ATB) trägt dazu bei

Zahlreiche Studien belegen es: Wer sich gesund ernähren will - und wer will das nicht ? - sollte fünf mal am Tag Obst und Gemüse essen. Aber nicht einmal die Hälfte der Bevölkerung isst täglich Obst und Gemüse. Nach einer Bundesgesundheitsumfrage des Robert-Koch-Institutes Berlin essen ältere Menschen 400 g Obst und Gemüse pro Tag, obwohl die Deutsche Gesellschaft für Ernährung 650 g pro Tag empfiehlt. Die Jugend ist selbst davon noch weit entfernt. Auf eine Steigerung des Verzehrs von Obst, Gemüse und Speisekartoffeln kann man aber nur hoffen, wenn die dem Verbraucher angebotene Ware nicht nur gesund und frisch ist - sie muss auch gut aussehen und so zum Hineinbeißen einladen.

Gewährleistet werden soll dies einerseits durch Qualitäts-Sicherungssysteme beim Erzeuger. Andererseits ist ein Qualitäts-Kontrollsystem erforderlich, das alle Stufen vom Erzeuger zum Verbraucher einschließt. Eine solche Kontrolle muss umfassend und effektiv sein. Dabei soll künftig der Computer noch stärker als bisher helfen. Ein am Institut für Agrartechnik Bornim (ATB) entwickeltes Computerprogramm - namens MELDOK - wird bereits in vielen deutschen Bundesländern und in Österreich bei der Qualitätskontrolle von über 50 Gutarten eingesetzt. Ab März 2001 soll durch eine englischsprachige Version der Einsatz auf weitere EU-Länder ausgedehnt werden.

Dies ist erst der Anfang. In einem Gemeinschafsprojekt mit der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Frankfurt/Main und dem Arbeitskreis "Qualitätskontrolle bei Obst, Gemüse und Speisekartoffeln" des Verbandes der Landwirtschaftskammern konnte der Nachweis erbracht werden, dass mit heutiger mobiler Computertechnik den Qualitätskontrolleuren ein zusätzliches Hilfsmittel für die effektive Qualitätskontrolle an die Hand gegeben werden kann. In einer Schadbild-Datenbank sollen alle beanstandungspflichtigen Qualitätsmängel auch visuell dargestellt werden. Der Kontrolleur in Rostock wird dann trotz der vielfältigen, in über 50 EU-Verordnungen festgeschriebenen Normative zu nahezu 2000 Qualitätsmängeln, nicht anders entscheiden, als etwa die Kollegin in München.

Die Machbarkeit eines solchen Vorhabens ist nachgewiesen und soll auf der 23. Geisenheimer Tagung Mitte Februar 2001 internationalen Experten vorgestellt werden. Erst dann beginnt die sorgfältige Auswahl von mehreren tausend Bildern zu den vielfältigen Qualitätsmängeln. Immer mit dem Ziel: Effektive Qualitätskontrolle auf allen Handelsstufen soll mit dazu beitragen, den Verzehr von gesundem Obst, Gemüse und Speisekartoffeln zu erhöhen - um schließlich selbst gesund zu bleiben.

Ansprechpartner Dr.agr. G.Wormanns
Tel.: (0331)5699-313
E-Mail: gwormanns@atb-potsdam.de

Renate Scheidemann | idw

Weitere Berichte zu: ATB Computerprogramm Gemüse Qualitätskontrolle Speisekartoffeln

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Feuerbrand bekämpfen und Salmonellen nachweisen
14.06.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Das Potenzial nichtheimischer Baumarten für den forstlichen Anbau in Deutschland sachlich prüfen
14.06.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der Krümmung einen Schritt voraus

27.06.2017 | Informationstechnologie

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Überschwemmungen genau in den Blick nehmen

27.06.2017 | Informationstechnologie