Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tierernährung: Notwendige Futterinhaltsstoffe und unerwünschte Belastungen

13.03.2006
Gesellschaft für Ernährungsphysiologie veranstaltet ihre Jahrestagung an der Universität Göttingen

Die Gesellschaft für Ernährungsphysiologie veranstaltet ihre Jahrestagung 2006 an der Georg-August-Universität. Sie lädt dazu vom 21. bis 23. März 2006 in enger Zusammenarbeit mit dem Göttinger Institut für Tierphysiologie und Tierernährung ein. Thema der Veranstaltung ist die Erforschung ernährungsphysiologischer Zusammenhänge in der gesamten Kette Futtermittel, Nutztier, Tierprodukt und Umwelt. In insgesamt zehn Sektionen werden Schwerpunkte wie Vitamine, Futterzusätze oder Stoffwechselprozesse behandelt. Zu der Veranstaltung werden rund 300 Experten aus agrarwissenschaftlichen und veterinärmedizinischen Forschungseinrichtungen von Bund und Ländern erwartet. Im Rahmen der Tagung findet auch eine Akademische Feier der Fakultät für Agrarwissenschaften statt. Dabei werden mit den Henneberg-Lehmann-Preisen drei Auszeichnungen für herausragende Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Tiernährung vergeben.

"Zu einem Schwerpunkt in der ernährungsphysiologischen Forschung gehört die Frage nach Aufnahme und Verwertung lebensnotwendiger Futterinhaltsstoffe wie Aminosäuren, Mineralstoffe und Vitamine im Tier. Ein weiteres wichtiges Forschungsfeld stellen physiologische Grundlagen produktbildender Prozesse wie Wachstum und Laktation dar", erläutert Dr. Frank Liebert, Professor für Tierernährung an der Universität Göttingen. Eine der zehn Tagungssektionen beschäftigt sich außerdem mit unerwünschten Stoffen. Hier geht es unter anderem um den möglichen Übergang von Dioxinen in Kuhmilch und Rinderfett sowie um Untersuchungen zu BSE-Infektionen durch Futtermittelkontamination. Zusätzlich zu den Sektionsvorträgen und den begleitenden Posterpräsentationen ist ein Workshop zum Thema Ernährung und Fruchtbarkeit geplant. In einem Übersichtsbeitrag geht es außerdem um Ernährungseffekte auf das Immunsystem. "In beiden Themenkomplexen sind interessante Bezüge zu aktuellen Problemen der menschlichen Ernährung zu erwarten", betont Prof. Liebert.

Die Henneberg-Lehmann-Preise gehen an Prof. Dr. Ortwin Simon (Freie Universität Berlin) und Prof. Dr. Frieder Schwarz (Technische Universität München). Prof. Simon erhält die Auszeichnung des Jahres 2005 für seine international anerkannten Forschungen, mit denen er Gesetzmäßigkeiten des Proteinstoffwechsels und die Wirkungsmechanismen von Nahrungsfaktoren auf die Mikroorganismen-Populationen im Verdauungsapparat untersucht hat. Der Preisträger 2006, Prof. Schwarz, wird für seine langjährigen Forschungen zur Ernährung von Wiederkäuern und Fischen sowie zur Futterbewertung ausgezeichnet. Den Förderpreis 2006 nimmt Privatdozentin Dr. Andrea Machmüller von der Universität für Bodenkultur Wien (Österreich) entgegen. Sie erhält diese Auszeichnung in Anerkennung ihrer international beachteten Forschungsarbeiten zur Beeinflussung der Methanbildung im Vormagensystem von Wiederkäuern. Hier hat sie auch die ökologischen Folgewirkungen analysiert.

Die Akademische Feier im 50. Jahr des Bestehens der Henneberg-Lehmann-Stiftung mit der Preisverleihung findet am Mittwoch, 22. März 2006, in der Aula am Wilhelmsplatz statt und beginnt um 18.00 Uhr. Zur Begrüßung spricht Prof. Dr. Rainer Marggraf, Dekan der Fakultät für Agrarwissenschaften an der Georg-August-Universität. Den Festvortrag im Anschluss an die Preisvergabe hält Prof. Dr. Hartwig de Haen von der Welternährungsorganisation in Rom (Italien). Er wird über "Globale Perspektiven der längerfristigen Entwicklung von Angebot und Nachfrage bei Nahrungsmitteln" sprechen. Die Stiftung erinnert an Wilhelm Henneberg (1825 bis 1890) und Franz Lehmann (1860 bis 1942), zwei renommierte Vertreter der Göttinger Tierernährungswissenschaften und "Väter" dieses Forschungsgebietes.

Weitere Informationen zur Tagung können im Internet unter http://www.gfe-frankfurt.de/jahrestagung.html abgerufen werden.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Frank Liebert
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Agrarwissenschaften
Institut für Tierphysiologie und Tierernährung
Kellnerweg 6, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-3332, Fax (0551) 39-3343
e-mail: tierphys@gwdg.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-goettingen.de/
http://www.gwdg.de/~tierphys

Weitere Berichte zu: Ernährung Futterinhaltsstoffe Tierernährung Wiederkäuern

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Feuerbrand bekämpfen und Salmonellen nachweisen
14.06.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Das Potenzial nichtheimischer Baumarten für den forstlichen Anbau in Deutschland sachlich prüfen
14.06.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften